Am 5. November 2016 ging es los: Zum ersten Mal erschien der Internaut dort, wo er hingehört: Im Internet. Hier kommt ein kleiner Rückblick auf die sieben nützlichsten, schrägsten und beliebtesten Beiträge.

Wo warst Du am 5. November 2016, was hast Du gemacht an jenem Tag und wie fühltest Du Dich dabei?

Ich würde einmal wetten, dass Du das nicht einfach so weisst. War ja schliesslich einfach ein Novembertag. Bei mir ist das anders. Diesen Tag vor drei Jahren memoriere ich für immer. Weil er irre aufregend war.

Am 5. November 2016 sass ich zu Hause, hypernervös. Ich litt unter erhöhtem Puls, trommelte mit den Füssen und verbiss gefühlt ein halbes Dutzend Kugelschreiber. Wochenlang hatte ich mich auf diesen Moment vorbereitet.

Dann drückte ich auf ein Knöpfchen. Worauf das hier geschah.

Reiseblog der Internaut: Nach sechs Zeitungsjahren im Internet

Jawoll, mein Reiseblog war online, zum allerersten Mal. Zuvor war der Internaut sechs Jahre lang als Zeitungskolumne erschienen. Als sich dieser papierene Auftritt in der SonntagsZeitung dem Ende zuneigte, war etwas Entscheidendes (endlich) klar für mich:

Wenn einer schon über das Reisen mit all seinen Internet-Facetten schreibt, dann sollte das auch am richtigen Ort erscheinen: Im Internet.

Reiseblog der Internaut: Im Austausch mit der Community

Seit dem 5. November 2016 sind nun rund 150 Blogposts erschienen. Zuerst jeweils am Samstag, dann schaltete ich – in Abstimmung mit der Internaut-Community – auf Freitag um.

Drei Jahre Reiseblog der Internaut
Drei Jahre Reiseblog der Internaut: Darauf gibts ein Stückli Cake Financier. (Bild: Sabin Stettler)

Das war nicht das einzige Mal, dass meine User das Sagen hatten. Im Frühling 2018 entschieden die Leserinnen und Leser, dass sie lieber mit «Du» als mit «Sie» angesprochen werden. Und im Herbst des gleichen Jahres konntet Ihr entscheiden, wohin die nächste Starke Strecke führen soll.

Was wäre der Internaut ohne seine Community? Nichts wäre er. Darum an dieser Stelle einmal: Herzliches Dankeschön an alle Leute da draussen, die dem Internauten folgen.

Antriebsfeder für den Reiseblog der Internaut: #reisenmachtglücklich

Ja, der Aufwand für den Internauten ist neben meinem Job bei der «Handelszeitung» (un-)verhältnismässig hoch. Ja, es ist nicht immer leicht, in den schier endlosen Weltmeeren des Internets aufzufallen. Und nein, ein tragfähiges Geschäftsmodell habe ich noch nicht gefunden für meinen kostenlos zu abonnierenden Reiseblog.

Aber ich mache es weiterhin irre gerne und bin der festen Überzeugung, dass der Internaut noch viele Jahre weiterleben wird. Weil Reisen nun einmal zum Schönsten und Bereicherndsten zählt, was man auf diesem Erdenrund tun kann.

Auf Instagram gibt es den passenden Hashtag dazu, den ich selber auch oft benutze: #reisenmachtglücklich.

Zum dritten Geburtstag: Ein Internaut-Septett zum Staunen, Lernen und Freuen

Aber genug gequasselt jetzt. Vorhang auf für ein kleines «best of Internaut» aus drei Jahren und 150 Beiträgen.

Ich habe dazu in allen drei Jahren gefischt und mich auf Der-Internaut-Beiträge konzentriert, die schräg, lehrreich, frohstoffig, erstaunlich oder sehr beliebt waren.

Oder, im Idealfall: Alles zusammen. Enjoy!

Sorry, liebe Gourmets. Oder: Wo der Internaut gerne hingeht zum Essen

Ich bin einer, der gerne isst und gerne trinkt. Am liebsten beides zusammen. Aber ein eingefleischter Gourmet bin ich nicht. Die Ambiance im Restaurant ist mir nämlich fast so wichtig wie das, was auf den Teller kommt.

Für den Reiseblog der Internaut reise ich nicht mit irgendwelchen Restaurant-Führern durch Städte und Länder. Ich gehe lieber dorthin, wo die Einheimischen sind.

Die besten Warenhaus Restaurants
Ein Drink. Ein Essen. Ein Ohr voll lokalem Sound. (Bild Internaut)

Einer meiner Lieblingsorte zum Essen: Warenhaus-Restaurants. Im März 2017 verfasste ich dazu den Blogpost «In Warenhaus veritas».

Warum ich so gerne im Warenhaus einkehre? Einfach deshalb, weil man in dort meist gut und preiswert, aber immer nahe am Volk is(s)t.

Gehe ich immer ins Warenhaus-Restaurant? Oder immer öfter? Nein, das nicht. Aber immer gern mal wieder.

Die unglaubliche Vielfältigkeit der gemeinen Duschhaube

Auf einer Ferienreise nach Zypern fiel sie mir mal wieder auf: Die Gratis-Duschhaube, wie sie meist im Hotel-Badezimmer bereitliegt.

Ich schaute mir das Teil ein wenig genauer an. Und fand etwas heraus: In der Duschhaube steckt viel mehr, als ich mir je hätte träumen lassen.

Travel Hack Duschhaube
Hier schmückt sie einen Wegweiser. Abe sie kann viel mehr, die gemeine Duschhaube. (Bild: Internaut)

Mit der Duschhaube kannst Du Muscheln sammeln. Sie schützt Dich vor Bakterien. Sie dient als Kabelträger. Unglaublich, was die olle Duschhaube sonst noch alles drauf hat.

Im Frühling 2018 verneigte ich mich vor diesem unterschätzten Ding. Und verfasste eine Eloge auf die geheime Kraft der Duschhaube.

Traumberuf Reisleiter: Hättest Du das Zeug dazu? Mach den Test!

Die Welt des Reisens lebt von Bildern, Träumen und Sehnsüchten.

Eine Sehnsucht vieler Leute: Selber im Tourismus zu arbeiten. Zum Beispiel als Reiseleiterin oder Reiseleiter.

Reiseleiter werden: Finde im Test mit Beat Werthmüller heraus, ob Du das Zeug zum Reiseleiter hast.
Reiseleiter-Legende Beat Werthmüller. (Bild: Internaut)

Würdest Du Dich eignen als Reiseleiter? Diese Frage stellte ich mir im Frühling 2019.

Beziehungsweise: Ich stellt sie Beat Werthmüller. Und erarbeitete zusammen mit dieser Schweizer Reiseleiter-Legende einen Test, den Du hier gleich selber machen kannst.

Der beliebteste Beitrag aus drei Jahren Reiseblog der Internaut

Nach «Starke Strecke» und «Appéro» (Reise-Apps) kam im Frühling 2018 die jüngste der drei Serien hinzu: Reise-Gadgets.

Bluetooth Lautsprecher Lexon Mino im Test
Sieht aus wie eine Kaffeekapsel, klingt verblüffend gut: Bluetooth-Lautsprecher Lexon Mino. (Bild: Internaut)

Einer der früheren Beiträge war dabei der Test des Bluetooth-Lautsprechers Lexon Mino. Dieser Blogpost, erschienen im November 2018, ist seither der meistgelesene Beitrag aller Zeiten auf meinem Reiseblog der Internaut.

Was mich irgendwie erstaunt. Aber natürlich auch freut.

Auf Sprachreise. Im Open-Air-Labor

Noch einmal ein Sprung zurück ins Jahr 2017. In jenem Frühling war ich auf Sprachreise. Hehres Ziel: Mein Spanisch aufbessern.

Leichter getan als gelernt. Als alter Sack musste ich alte Sachen neu lernen .

Valencia, Aussicht von den Serranos Türmen
Siehts Du die sieben weisse Schirme ganz unten? Okay – dort liegt mein Sprachlabor. (Bild: Internaut)

Denn es gab da eine grosse Herausforderung: In meiner Klasse waren alle etwa halb so alt wie ich. Dafür aber doppelt so aufnahmefähig.

Abends sass ich jeweils immer ins gleiche Restaurant, sperrte meine Ohren auf und hörte den Nachbarn zu. Diesen Horchposten bei den Serranos-Türmen von Valencia nannte ich mein Open-Air-Sprachlabor.

Und dort habe ich so einiges gelernt. Und mein Spanisch-Repertoire nachhaltig aufgebessert.

Hier gehts zur beliebtesten Starken Strecke aller Zeiten

Eine meiner Herzensangelegenheiten ist die Serie «Starke Strecke.» Hier werden Stadtstrassen geehrt, die ein authentisches und unglobalisiertes Angebot bieten für ein Kultur-Erlebnis aus Essen, Trinken, Einkaufen und manchem mehr.

Unglobalisiert bedeutet: Nix da mit Starbucks und McDonald’s, H&M, C&A, Zara und so weiter. In diese Serie schaffen es nur Strassen mit Angeboten aus lokaler, regionaler und nationaler Herkunft.

Cafe Gloria Josefstrasse Zürich. Bild aus der Serie Starke Strecke, Reiseblog Internaut
Inside out: Aussicht vom Cafe Gloria an die Josefstrasse. (Bild: Internaut)

Im Juni 2017 startete ich diese Serie mit der Bertastrasse in Zürich. Seither sind über 30 weitere Starke Strecke hinzugekommen.

Besonders beliebt sind dabei italienische Strassen. Die Blogposts aus Mailand und Torino sind Evergreens. Noch beliebter aber ist die Josefstrasse in Zürich: Diese Strasse ist die (bisher) beliebteste Starke Strecke aller Zeiten.

Dichtestress und Deppenzepter: Do you speak Overtourism?

Neben «Flugscham» war und ist «Overtourism» eines der grossen touristischen Schlagworte der letzten Jahre.

Grund genug für den Internauten, dem Thema einmal richtig auf den Grund zu gehen.

Overtourism in Paris
Da kriegt die Lisa voll die Krisa: Overtourism im Louvre Paris. (Bild: Pixabay)

Im Juli 2018 nahm ich Leserinnen und Leser mit ins Overtourism-Sprachlabor. Seither wissen alle, was ein Deppenzepter ist.

Du weisst es nicht? Du lernst es hier in diesem Blogpost vom Sommer 2018.

Bonus-Track: Undertourism

Wenn wir oben schon von Overtourism gesprochen haben, möchte ich als Bonus-Track noch einen ähnlichen Begriff nachschieben. Ein Begriff, der das Gegenteil ist von Overtourism: Undertourism.

Im Sommer 2018 sprach ich mit Jürg Schmid, dem ehemaligen Direktor von Schweiz Tourismus. Er brachte das Wort vom «Undertourism» aufs Tapet. Was es damit auf sich hat, liest Du hier.

Reiseblog der Internaut: Jetzt gehts ins vierte Jahr. Und weiter wie gewohnt

Das also war es, das kleine Best-of der ersten drei Jahre. Allen, die seit Beginn dabei sind, danke ich herzlich für den Vertrauensvorschuss. Und natürlich auch ein grand merci an meine Gastautorinnen und Gastautoren, die mich immer mal wieder unterstützen.

Und all jenen, die seither hinzugekommen sind und noch hinzukommen, richte ich hiermit aus: Cool, dass Ihr ein Teil der Internaut-Community seid oder noch werdet.

Gross verabschieden will ich mich hier jetzt gar nicht. Wir sehen uns ja schon bald wieder. Nächsten Freitag, hoffentlich.

Drittes Jubiläum beim Reiseblog der Internaut
Feuer frei. Zum dritten Geburtstag. Und für nächste Woche. (Bild: Sabin Stettler)

Newsletter anmelden

Jede Woche die neuste Blog-Post des Internauten im Postfach. Du kannst den Newsletter jederzeit wieder abmelden. 

Du hast den Newsletter erfolgreich abonniert!

Pin It on Pinterest