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Home 9 Service  9 Ferieninsel mit Bäumen bis zum Strand

Ferieninsel mit Bäumen bis zum Strand

Datum

20. März 2016

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Home 9 Service  9 Ferieninsel mit Bäumen bis zum Strand

Ich wünsch mir dies, ich wünsch mir das: Was Reiseziel-Assistenten drauf haben. Und was das mit einer Ferien-Insel mit Bäumen bis zum Strand zu tun hat.

Die Bürokollegin hatte recht konkrete Vorstellungen für ihre Sommerreise. Und wünschte sich einen Tipp von mir.

Eine Wunschliste hatte sie auch schon fabriziert. So sah das aus:  «Schöne Strände ohne Bars, Bierleichen und Bananenboote. Schattenspendende Bäume bis ans türkisfarbene, saubere Meer runter.»

Gesucht: Ferieninsel mit Bäumen wie Sand am Meer

Und weiter in der Liste: «Möglichst wenig Touristen. Und nicht zu weit weg von der Schweiz.» Ich machte mir eine mentale Notiz: «Bäume wie Sand am Meer».

Und dachte nach.

Insel im Abendlicht mit vielen Bäumen im Bild
Bäume wie Sand am Meer. So müsste das etwa aussehen, oder? (Bild: Pixabay)

Als mich die Anfrage der Kollegin erreichte, waren Such- und Buchmaschinen noch recht tumbe Tools, die erst auf glasklare Eingaben halbwegs brauchbare Ergebnisse brachten.

Das ändert sich. Jüngst haben die Giganten von Booking.com ihren Reiseziel-Assistenten online gestellt,  der User mit einer Vielzahl von Suchbegriffen – etwa «Strände» oder Altstadt» oder «Küstenwanderung» oder «Nachtleben» (oder einer Kombination daraus) – ihre Traumregion finden lässt.

Bereicherungen für die Suche

Wer so eine reizvolle Destination gefunden hat und nicht gleich sofort buchen will, kommt über Googles neuen Dienst «Destinations» verblüffend einfach zu Informationen, Flug- und Hotelmöglichkeiten. Einfach einen Kontinent oder ein Land eingeben und dazu das Wort «Reiseziele» setzen – schon erscheinen Vorschläge dazu.

Ein Dienst, der auch auf dem Smartphone hervorragend funktioniert. Beides sind echte Bereicherungen für die Suche. Es stehen ja auch ziemlich viele Köpfe dahinter. Der Reiseziel-Assistent von Booking.com etwa rühmt sich, dass er auf ber 26 Millionen Empfehlungen der globalen Nutzergemeinschaft.» basiere.

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Der Tipp des analogen Fleischsacks

Dagegen bin ich natürlich nur ein analoger Fleischsack. Mit der Wunschliste meiner Kollegin kann übrigens (noch) keines der beiden Wunderwerkzeuge etwas anfangen. Wohl weil die Anforderungen zu komplex sind. «TMI», sagen Insider, «too much information». Auch mir schien der Fragenkatalog etwas dick. Ich nannte ihr einfach den Ort, wo ich selber immer gerne hingehe: Menorca.

Die Kollegin schwärmt heute noch vom Strand, wo es Bäume gibt wie Sand am Meer. Ein einzelnes Mitglied der globalen Nutzergemeinschaft war schneller als Google & Co. Für einmal noch.

Strand auf der Balearen Insel Menorca, mit Bäumen bis zum Strand und bis zum Meer hinunter.
Ferieninsel mit Bäumen bis zum Strand. Und Schatten bis zum Sandstrandrand: Menorca hats. (Bild: Pixabay)

© SonntagsZeitung; 20.03.2016

Autor:in

Andreas Güntert

Andreas Güntert

andreas.guentert@derinternaut.ch

Seit 1994 erforscht und beschreibt Andreas Güntert hauptberuflich als kritischer Sympathisant der Wirtschaft die Schnittstellen von Konsum, Gesellschaft und Reise-Industrie. Als Reiseblogger der Internaut lotet er das Reise-Internet aus. Der Internaut ist ein Storyteller – unabhängig, munter, pointiert. Und immer seinen Leserinnen und Lesern verpflichtet.

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