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Home 9 Schweiz 9 Panoramaweg Zürichsee: Wandern, von einer Tina zur andern

Panoramaweg Zürichsee: Wandern, von einer Tina zur andern

Datum

28. Januar 2022

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Home 9 Schweiz 9 Panoramaweg Zürichsee: Wandern, von einer Tina zur andern

Was hast Du davon, dass Tina Turner doppelt am Zürichsee lebt? Viel! Hier kommt Dein Walk of Fame im Wander-Wunderland: Panoramaweg Zürichsee Stäfa nach Küsnacht.

Die Story raste in Windeseile um die Erdkugel. Egal ob in Taiwan, New York, Washington oder in Buxtehude: Alle berichteten das, was Internaut-Leserinnen und -Leser seit spätestens letzter Woche wissen:

Tina Turner, 82, hat am Zürichsee ein Landgut gekauft. In einer Seegemeinde, die einiges an Erlebniswert bietet. Stäfa heisst der Ort, der am Weekend einiges zu bieten hat. Für Tina Turner, Dich und mich.

Panoramaweg Zürichsee zum Wochenendhaus von Tina Turner Stäfa
Panoramaweg Zürichsee: Ausblick aufs luxuriöse Landgut Steinfels von Tina Turner in Stäfa Uerikon. Wie Du zu diesem Bänkli hoch kommst? Erfährst Du weiter unten. (Bild: Internaut)

Dass Weltstar Tina 70 Millionen Franken für ein Grundstück mit Wochenendhaus aufwirft, ist ja schön und nett für die Soul-Diva. Aber als Normalos haben wir in unserer Region nichts davon.

Das sagen dieser Tage einige am rechten Zürichseeufer. Und in Buxtehude möglicherweise auch.

Panoramaweg Zürichsee: Dein persönlicher Walk of Fame

Der Internaut sagt: Dass Tina einerseits in der Küsnachter Villa Algonquin zur Miete wohnt und andererseits im 20 Kilometer entfernten Stäfa-Uerikon ein Ferienhaus besitzt, sollten wir alle für uns selber nutzen.

Dazu erinnern wir uns einfach an das Schweizer Bonmot «Wandern, von einer Beiz zur andern». Und disruptieren die Scherz-Phrase so: «Wandern, von einer Tina zur andern».

Zürcher Panoramaweg Aufstieg Uerikon Staefa
Zürcher Panoramaweg: Hier der Aufstieg von Uerikon her. (Bild: Internaut)

Wir begeben uns quasi auf unseren eigenen «Walk of Fame». Auf dem Panoramaweg hoch über dem Zürichsee lässt es sich wunderschön von Stäfa nach Küsnacht promenieren. Oder kurz: Von Tina zu Tina.

In der extended Version gelingt uns sogar, wie wir noch sehen werden, der Dreisprung von Tina zu Tina zu Tina, vom Land in die Stadt. Aber easy. Schauen wir uns diesen Weg, den ich salopp Tina Trail nenne, mal genauer an.

Tina Trail Staefa Uerikon nach Kuesnacht
Tina Trail in drei «T» erwandern: Von Stäfa Ürikon (T1) über den Panoramaweg (rote Linie) nach Küsnacht (T2). Und zu Schluss in die Tina Bar in die Stadt Zürich (T3). (Illustration: Cielo Litscher)

All jenen, die sich grundsätzlich für den Tina-Trail interessieren, kann ich die Infos auf Schweizmobil empfehlen. Für die Etappe von Stäfa nach Meilen sollte man etwas über drei Stunden einplanen.

Und für den nächsten Abschnitt von Meilen nach Küsnacht rund zwei Stunden. Wer auf Fundamentals des ganze Panoramaweges hofft, kommt im schön bebilderten Beitrag meines Blog-Kollegen Edwin wandert zum Zug. Karte inklusive.

Tina Trail: Die Highlights

Der Internaut wird sich hier auf ein paar Highlights des Tina Trails beschränken. Und auf dieser Grand Tour auch das Thema «Von einer Beiz zur andern» nicht ganz vernachlässigen.

Der Tina Trail führt entlang den südlichen Ausläufern des Pfannenstiels und spielt sich auf dem Zürichsee-Rundweg ab, genauer gesagt auf der Route 84. Die Wanderung ist einfach, leicht und bietet viel.

Uerikon Bahnhof
Nicht wie im Ritz-Carlton, dafür nahe an den Geleisen: Kaffeestopp in Uerikon Downtown. (Bild: Internaut)

An einem schönen Frühlings- oder Herbsttag würde ich für die Anreise kurz vor Mittag in Zürich die S-Bahn 7 nach Uerikon nehmen, was 29 Minuten dauert.

Und dort an einem Tischli hinter dem Bahnhofkiosk einen ersten Kaffee trinken. Ja, diese Location ist eher frugal. Dafür belohnen wir uns dann an der finalen Destination mit etwas mehr Ambiance.

Vom Bahnhof Uerikon zu Tinas Landgut Steinfels

Wer partout nicht auf Kiosk-Kaffee setzen will, bringt den Koffein-Kick oder andere Getränke einfach selber per Thermoskanne von zu Hause mit.

Und geniesst diesen nach ein paar Gehminuten ab Bahnhof Uerikon auf einem Bänkli in der Üriker Haab. Wunderschöne Landschaft, toller Ausblick auf See und Pfnüselküste.

Ürikon am Zürichsee
Geht natürlich auch: Privat-Kaffee in der Üriker Haab. (Bild: Internaut)

Von der Üriker Haab aus sind es etwa 15 Minuten bis zum famosen Landgut Steinfels von Tina Turner. Besonders viel gibt es allerdings durch das grosse Tor von Tinas Weekend-Haus nicht zu sehen.

Wer mehr sehen will vom Anwesen, muss ein paar Höhenmeter überwinden. Hoch zum Tina-Bänkli, das Du vom ersten Bild dieses Blogposts her kennst. Ein guter Ort für ein Foto von Landhaus und Grundstück der Turners in Stäfa-Ürikon.

Tina Bänkli in Staefa Uerikon Landgut Steinfels Tina Turner
Siehst Du die rote Sitzbank oben am Weinberg? Yep, das ist das Tina-Bänkli. (Bild: Internaut)

Von diesem roten Bänkli aus kannst Du das Turnersche Anwesen hervorragend überblicken. Ruh Dich etwas aus dort. Womöglich werden Dich Locals mit aktuellen Informationen zu den Bauplänen des Power-Couples versorgen.

Aber jetzt geht es los auf Deinem ganz persönlichen Walk of Fame im Wunder-Wanderland hoch über dem Zürichsee. Was zunächst mit einem Anstieg verbunden ist.

Durchs Risitobel dem Licht entgegen

Wer es einmal auf die normale Flug- oder besser gesagt Wanderhöhe des Panoramaweges geschafft hat, kommt meistens nicht mehr stark ins Schnaufen.

Wer den Panoramaweg Zürichsee in der Tina-Trail-Variante in umgekehrter Richtung geht, passiert die Passage durchs Stäfner Risitobel im Aufwärts-Modus. Mit Tobel, by the way, ist eine enge Schlucht im Wald gemeint.

Panoramaweg Zürichsee Risitobel
Sonne im Herzen, Sonne im Gesicht: Vom Risitobel hoch zum Risi-Aussichtspunkt. (Bild: Internaut)

Wenn die Winter- oder Frühlingssonne voll im Dienst ist, hat der Aufstieg durch dieses Tobel seinen ganz besonderen Reiz.

Wer oben angelangt ist, kann sich glücklich schätzen. Der Aussichtspunkt Risi ist für mich eines der sieben Highlights in Stäfa.

Panoramaweg Zürichsee: Das Trassee hoch über dem See

Auf dem Weg nach Küsnacht passieren wir weit über Männedorf eine Wanderpassage, die über ein Viadukt führt. Fast so wie wenn da ein Zug drüber fahren könnte.

Und wo war es tatsächlich einst auch: Hier ruckelte im frühen 20. Jahrhundert die Wetzikon-Meilen-Bahn WMB durch den Wald. Ein Moment zum Innehalten.

Viaduktweg Männedorf Zürichsee Panoramaweg
Da war mal eine Bahn: Schnurgerade führt dieser Wanderweg in die Vergangenheit. (Bild: Internaut)

Von Männedorf führt der Panoramaweg Zürichsee weiter am Pfannenstiel via Uetikon, Meilen, Herrliberg und Erlenbach nach Küsnacht.

Ein paar Minuten nach dem Trassee lassen sich vom Sportplatz Widenbad hoch über Männedorf ein paar magische Blicke zum Zürichsee hinunter erhaschen.

Tina Trail, Zürcher Panorama-Wanderung über den Pfannenstiel
Ein Blick zum Zürichsee hinunter, auf der Widenbad-Anhöhe in Männedorf. (Bild: Internaut)

In Küsnacht hat es mir – neben dem Zürichsee natürlich – ein Gewässer besonders angetan. Ein Bonsai-Gewässer.

Der kleine Rumensee hoch über Küsnacht ist ein wahres Juwel. Glitzerndes Wasser, schöner Baumbestand, ein Tropfen Trost im dichtbebauten Zürichsee-Gebiet.

Rumensee Küsnacht Panoramaweg Zürichsee
Rumensee Küsnacht. Einer der Höhepunkte des Trails dem Panoramaweg Zürichsee. (Bild: Internaut)

Wer kurz vor Mittag in Uerikon losmarschiert ist, dürfte nun im späteren Nachmittag des Trails am Zürichsee unten in Küsnacht angelangt sein. Dort wo Tina in der Villa Algonquin werktags wohnt.

Wie lange ist eigentlich die letzte Stärkung auf unserer Wanderung her? Höchste Zeit, wieder einmal einzukehren auf dem Tina Trail.

Kafi Carl Küsnacht, vormals Cafe Münz
Kafi Carl Küsnacht: Am home away from home. Oder from Homeoffice. (Bild: Internaut)

Einen guten Ort für Genuss und Gedankenfluss finde ich das Kafi Carl am Bahnhof Küsnacht. Das Lokal im ehemaligen Café Münz zeichnet sich auch durch Kultur-Events und Bar-Nights aus.

Wenn nicht gerade traurigerweise eine unerhörte Pandemie, von der ich eigentlich gar nichts mehr hören will, viele Projekte coronisiert.

Küsnachter Horn Zürichsee Abendstimmung
Have a seat! Ausklang am Küsnachter Horn am Zürichsee. (Bild: Internaut)

Vom Kafi Carl aus sind es nur wenige Gehminuten zum Küsnachter Horn. Ein perfekter Ausklang an der sogenannten Goldküste für diesen Wandertag auf dem Panoramaweg Zürichsee.

Wir sind auf unserer Grand Tour final angelangt bei Tina-Station Nummer zwei. Von hier aus kann man per S-Bahn in 16 Minuten nach Zürich Hauptbahnhof HB zurückfahren. Und dort per Tina-Trekking die Station T 3 ansteuern.

Aller guten Tina-Dinge sind drei

Wenn Du dort noch etwas Zeit hast, schlage ich vor: Schau doch noch bei Tina Nummer drei vorbei. Die Tina-Bar im Niederdorf ist ein ewiger Darling der Stadtbewohner in Zürich.

So wie Tina Turner ein ewiger Darling der ganzen Welt ist.

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Die Zürcher Tina Bar hat zwar meines Wissens so ganz direkt nichts mit Tina Turner zu tun.

Aber die schummrige Ambiance weckt Erinnerungen an einen Welthit der Soul-Diva. Ein gedanklicher Wanderweg in die Vergangenheit, quasi.

Tina Bar Zürich Niederdorf
Wohnzimmer-Ambiance mitten in Zürich: Tina Bar. (Bild: Internaut)

In früheren Zeiten waren hier, wie es in der Bar heisst, «anrüchige Tänzerinnen» einquartiert.

Was der Tina Bar doch ein Quäntchen Private Dancer Flair verleiht.

Panoramaweg Zürichsee: Frischluft unlimited

Was Tina Turner an der Tina Bar eventuell nicht passen könnte: Das Lokal funktioniert als Fumoir. Es wird also geraucht auf unserer Station T3.

Deshalb hier als Ausklang ein Bild vom Tina Trail, das viel Frischluft bietet. Air, unlimited. All you can breathe.

Panorama Wanderweg Züricher See
Weite Sicht, Frischluft, all you can breathe: Aussicht zwischen den Stationen T1 und T2. (Bild: Internaut)

Autor:in

Andreas Güntert

Andreas Güntert

andreas.guentert@derinternaut.ch

Seit 1994 erforscht und beschreibt Andreas Güntert hauptberuflich als kritischer Sympathisant der Wirtschaft die Schnittstellen von Konsum, Gesellschaft und Reise-Industrie. Als Reiseblogger der Internaut lotet er das Reise-Internet aus. Der Internaut ist ein Storyteller – unabhängig, munter, pointiert. Und immer seinen Leserinnen und Lesern verpflichtet.

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