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Home 9 Hotels 9 Billiger träumen mit Dreamcheaper

Billiger träumen mit Dreamcheaper

Datum

20. November 2016

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Home 9 Hotels 9 Billiger träumen mit Dreamcheaper

Im Schlaf zum besten Hotel-Deal kommen – das verspricht eine clever gemachte Website namens Dreamcheaper. Finden wir zusammen heraus, ob und wie das klappt!
Letzte Woche war ich in London unterwegs. Leider strictly for Business. Führende Köpfe des US-amerikanische Online-Reiseriesen Expedia erzählten einen Tag lang von ihren Erkenntnissen, Plänen und absolut grossartigen Aussichten für die Reiselandschaft.

Etwas versteckt gelegen in Londons wildem Osten, im Hipster-Stadtteil Shoreditch fand sich eine paneuropäische Schreibertruppe zusammen, um den Expedia-Chefs zu lauschen. Man konnte den Expedionisten quasi ein wenig über die Schulter schauen. Und sie dabei beobachten, wie sie Konsumenten über die Schulter schauen.

Lust und Frust im Testlabor von Expedia

In In einem neuen Labor in London verdrahtet Expedia menschliche Testkaninchen so, dass man ihre Freud- und Frust-Regungen beim Buchen einer Online-Reise computergestützt registrieren kann.

Den einen Frust beim Online-Buchen kennt wohl jede und jeder: Hat man sich nach langem Recherchieren endlich für ein Hotel entschieden und «abgedrückt», bleibt oft ein schales Gefühl hängen: Hab ich jetzt wirklich den besten Preis gekriegt?

Dreamcheaper: Billiger träumen. Und vorher billiger buchen

Hier hakt das deutsche Startup Dreamcheaper ein: Das Berliner Jungunternehmen verspricht, dass es den Hotelaufenthalt nach der Buchung preislich optimiert. So funktionierts: Wer ein Hotel online gebucht hat, leitet die Buchung  (sie muss kostenlos stornierbar sein) per Mail an Dreamcheaper weiter. Dort checken die fixen Jungs aus Berlin (und deren Computer) dann weltweit und auf allen verfügbaren Plattformen, ob es nicht doch noch einen besseren Preis gibt.

Fällt der Preis tatsächlich, erhält der User eine Nachricht. Gibt dieser sein Okay, bucht DreamCheaper auf das bessere Angebot um. Die Firma argumentiert, dass Online-Agenturen oft Kaufkraft nach Ländern abschöpfen. Es könne beispielsweise sein, dass das gleiche Hotel von einer Schweizer IP-Adresse aus teurer ist als von einer solchen in den Philippinen. Der Service ist kostenlos; die Firma behält 20 Prozent des gesparten Betrages für sich. Billiger Träumen, im Schlaf zum besseren Preis kommen – klingt gut.

Funktioniert Dreamcheaper wirklich?

Die Leute von DreamCheaper versprechen ein «Einsparpotenzial von bis zu 60 Prozent auf bestehende Buchungen».

Sind das bloss absolute Glücks- und Ausnahmefälle? Wo liegt der Durchschnitt?

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Sollte sich herausstellen, dass die DreamCheaper-Sache doch einen Haken hat, empfehle ich ganz unbescheiden: Hier mal nachschlagen, nach welchen Gesichtspunkten man eine Hotelbuchung ganz grundsätzlich angehen soll.

Dreamcheaper: So funktioniert das Berliner Startup, das hohe Ersparnisse bei der Hotelbuchung verspricht.
Dreamcheaper: So lächeln Siegerinnen im Hotel. Wenn es denn wirklich geklappt hat mit dem günstigsten Preis. (Bild: Shutterstock)

Dreamcheaper: News Update 2018

Leider hat sich der Traum – mindestens für das Startup Dreamcheaper selber – nicht erfüllt. 2018 stellte sich heraus, dass Dreamcheaper in den Konkurs schlitterte.

Es gelang nicht, in der gewünschten Zeit genügend weiteres Frischgeld aufzutreiben.

Autor:in

Andreas Güntert

Andreas Güntert

andreas.guentert@derinternaut.ch

Seit 1994 erforscht und beschreibt Andreas Güntert hauptberuflich als kritischer Sympathisant der Wirtschaft die Schnittstellen von Konsum, Gesellschaft und Reise-Industrie. Als Reiseblogger der Internaut lotet er das Reise-Internet aus. Der Internaut ist ein Storyteller – unabhängig, munter, pointiert. Und immer seinen Leserinnen und Lesern verpflichtet.

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