Flaschen öffnen, Obst schälen, Schrauben anziehen: Dies und viel mehr will das kreditkartengrosse Reise-Gadget Wallet Ninja draufhaben. Das schauen wir uns jetzt mal genau an. 

Was trägst Du so rum in Deiner Brieftasche? Lass mich raten: Ein paar Ausweise. Geld in Noten und Münzen. Sowie die eine oder andere Bank- oder Kreditkarte. Stimmt das so in etwa? Bei mir sieht es ganz ähnlich aus.

Seit Kurzem aber reist da noch etwas Neues mit in meinem Portemonnaie: Ein flunderflacher Schraubenschlüssel mit – unter anderem – integriertem Flaschenöffner, Obstschäler, Büchsenknacker, Brieföffner. Oder kurz: Eine «Wallet Ninja». Was das ist? Nun, in der wörtlichen Übersetzung ist das eine Kämpferin im Brieftaschenformat.

Was das Teil aber vor allem ist: Ein Travel-Gadget. Eine Gerätschaft also, welche unsere Reisen in praktischer oder überraschender Art bereichern soll. Meist in komprimierter Form, damit wir nicht schwer tragen daran.

Reise-Gadget Wallet Ninja

Wallet Ninja: die 18-fache extraflache Superkämpferin, die in der Brieftasche wohnt. Merk Dir den Schlitz, der hier als «Cell Phone Stand» gekennzeichnet ist. Dazu kommen wir später noch. (Bild: der Internaut)

 

Zum ersten Mal stellt der Internaut ein Reise-Gadget vor. Das ist der Anfang einer losen Serie. Mit folgendem Modus Operandi: Der Internaut wählt die Travel-Gadgets selber aus und bezahlt sie auch aus der eigenen Tasche. So ist er nicht an irgendwelche Gönner gebunden und somit absolut frei in der Beurteilung.

Sollte mir für einmal ein Reise-Gadget zur Verfügung gestellt werden oder auf sonstigen Wegen zu mir finden, wird das selbstverständlich vermerkt. So viel Transparenz darf und muss ein.

Aber zurück zu unser Vielzweck-Waffe, die in kreditkartengrossem Stahl daherkommt. Das Teil liegt gut in der Hand, auch wenn man im Portemonnaie etwas aufpassen muss: Ecken und Kanten ragen natürlich aus den Banknoten und Ausweisen heraus.

Wallet Ninja: Die Stärken

Reise-Gadget Wallet Ninja

Flasche öffnen: Funktioniert reibungslos mit dem Reise-Gadget Wallet Ninja. (Bild: der Internaut)

 

Gut gefallen hat mir der Flaschenöffner. Funktioniert ganz einfach und reibungslos. Sehr nützlich ist der kleine «Eyeglass»-Schraubenzieher, mit dem man die verflixt kleinen Schräubchen an Brillen aller Art nachziehen kann. Die einzelnen Schraubenschlüssel haben sich bewährt, schade aber, dass kein Kreuzschraubenzieher dabei ist. Aber ein solches Tool hätte das Design wohl gesprengt.

Die separat an den Ecken postierten Schraubenzieher verrichten ihre Arbeit in hervorragender Art und Weise. Ob und wie sie über längere Zeit stabil bleiben, wird sich noch zeigen. Der Internaut wird darauf zurückkommen, wenn seine Wallet Ninja etwas länger im Dienst gewesen sein wird. Als Brieföffner – scharfes Papier kann oft unerwartetes Unheil bringen – bewährt sich dieses Reise-Gadget ebenfalls.

 

Wallet Ninja Travel Gadget

Praktisch: Eine eingeschobene Karte im «Cell Phone Stand» macht aus unserem Reise-Gadget eine Halterung für das Smartphone. (Bild: der Internaut).

 

Jetzt noch zum «Cell Phone Stand»: Wenn man eine Kreditkarte in diesen Schlitz einschiebt, wird die Wallet Ninja zum Ständer für das Smartphone. Nicht gerade erdbebensicher zwar, aber doch recht stabil. Gefällt mir gut, wenn ich zum Beispiel unterwegs einen Film schauen will oder mir Informationen vom Screen abschreiben will.

 

Wallet Ninja: Die Schwächen

Was der Gourmet natürlich schmerzlich vermisst, ist ein Zapfenzieher. Aber auch das wäre wohl nicht zu integrieren in einem Gerät, das flunderflach daherkommt. Weniger gut bewährt haben sich Obstschäler und Büchsenöffner. Zu klein und umständlich.

 

Reise-Gadget Wallet Ninja

Das Reise-Gadget Wallet Ninja ist sehr gut verpackt. Fast ein bisschen zu gut. (Bild: der Internaut)

 

Die Plastikverpackung ist ärgerlich. Als ich die Wallet Ninja auspacken wollte, entrutschten mir einige Verwünschungen. Die Verpackung ist so steif, das man sie kaum öffnen kann. Eigentlich bräuchte man eine separate Wallet Ninja, um das eingepackte Tool aus dem Plastik rauszubringen.

Ins Positive drehen kann man das aber natürlich auch: Will man die Wallet Ninja  jemandem mitbringen, kann man ganz sicher sein, dass es auf der Reise keinen Schaden nimmt. So hermetisch verpackt wird es alle Aggression überstehen.

 

Geeignet für

Vielschraubende Brillenträger, die gern mal eine Flasche öffnen. Wer dazu aber eine Orange aufschneiden möchte, ein Brot schmieren oder eine Salami zerschneiden will,  greift lieber zu anderem Gerät. Wenn Du einen Moment Zeit und heute noch nicht gelacht hast: Dieses völlig überdrehte Video erklärt die Wallet Ninja auf muntere Art und Weise.

 

Preis

Ich habe mir das Ding online besorgt bei Enjoymedia, für 19.95 Franken. Nicht gerade billig, aber durch die wertige Ausführung wohl gerechtfertigt.

 

Wallet Ninja: Fazit

Ein Arbeitskollege, der wichtige Entwicklungen auf diesem Planeten gern auch mal in militärischer Sprache zusammenfasst, hat es gut getroffen. Er hat sich die Wallet Ninja von allen Ecken und Enden her angeschaut, fachmännisch in der Hand gewogen und dann gesagt: «Den Panzer kannst Du damit nicht reparieren. Aber das Gewehr schon.»

Ich sehe die Wallet Ninja als Ergänzung zu bestehenden Geräten. Als Allzeck-Schrauber in Flunderform macht es eine sehr gute Figur. Geht es aber darum, Lebensmittel zu schneiden und diese artgerecht anzupacken, bin ich weiterhin froh um meinen allerliebsten Megalö.

 

Wallet Ninja: Note

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt das Reise-Gadget Wallet Ninja bei mir mit einer 5 durch.

 

Übrigens

Wenn Dir nun vor allem der «Cell Phone Stand» gefallen hat: Das kannst Du auch günstiger haben, wie meine Bewegbild-Kollegin Nadia auf ihrem Lifehackerin-Video zeigt: Einfach verblüffend und verblüffend einfach, wie da die Kreditarte selber zum Halte-Tool wird!

 

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