Das Corona-Virus erfasst die ganze Welt, die Reise-Welt dreht sich nicht mehr. Soll und darf man da überhaupt noch reisebloggen? Ein paar Gedanken zur aktuellen Situation. Und ein Entscheid: Reiseblog trotz Corona.

Wir sind in einer ausserordentlichen Lage. Deshalb heute, im März 2020, zuerst eine kurze ausserordentliche Ansprache.

Die ganze Welt ist wegen des Corona-Virus in allergrösster Aufregung. Die Menschheit ist in Sorge, Reisepläne sind meistenorts storniert. Die touristische Welt befindet sich in einem ungewissen Überlebenskampf – das ist aktuell die traurige Situation.

Aus dieser Notlage ergeben sich viele Fragen, die wir uns noch nie gestellt haben, grössere und kleinere. Eine der kleineren: Mag, soll und darf man in solchen Zeiten überhaupt noch reisebloggen?

Reiseblog trotz Corona fortführen: Zynismus oder Lichtblick?

Darüber habe ich mich seit letzter Woche mit vielen Menschen aus meinem Umfeld, mit Touristikern und mit Internaut-Followern unterhalten. Selber habe ich über Tage mit dem Entscheid gerungen: Ist es zynisch, in solchen Zeiten noch übers Reisen zu schreiben?

Oder ist es auf der anderen Seite vielleicht sogar eine Möglichkeit, für einen kleinen Lichtblick zu sorgen? Einen kleinen Farbtupfer zu setzen in einer Zeit, die uns allen grau vorkommt?

Reiseblog trotz Corona: Deshalb macht der Internaut weiter

In der Zwischenzeit hat für mich die Lichtblick-Überlegung obsiegt. Zumal in meinem Umkreis die einhellige Meinung herrschte: Weitermachen.

Weitermachen auch deshalb, weil wir uns trotz der schlimmen Lage nicht die schönsten Dinge nehmen lassen sollten, die unser Dasein bereichern.

Sprungbrett am Zürichsee: als Symbol dafür, weshalb der Reiseblog der Internaut weitermacht. Motto: Reiseblog trotz Corona
Reiseblog trotz Corona: Das Sprungbrett ist bereit. Irgendwann werden wir wieder springen können. (Bild: Internaut)

Reiseblog trotz Corona: Leben ist Reisen, Reisen ist Leben: Wie kaum eine andere Branche lebt die Touristik von Träumen, Plänen und Erlebnissen. Von Begegnungen und Bildern, vom Sehen, Staunen und Lernen. Und auch von der Vorfreude.

Die Hoffnung darauf, dass wir das alles bald wieder geniessen dürfen, soll nicht sterben. Auch und gerade jetzt nicht. Reisen können wir alle aktuell kaum oder gar nicht. Aber uns in Vorfreude üben – das können wir.

Und genau das will der Internaut tun, heute mehr als je zuvor.

Reiseblog trotz Corona: Weil irgendwann bessere Zeiten kommen

Als ich kürzlich am Zürichsee spazieren ging, an der Stelle, wo ich in sorgenfreien Zeiten einen wasserdichten Behälter für Wertsachen getestet hatte, fiel mir ein Sprungturm auf. Er steht schon bereit für die warmen Sommertage, das Sprungbrett zwar noch winterfest verpackt, aber schon da, parat für all das, was noch an Freudigem kommen wird.

Ein wenig so ist es auch aktuell. Wenn diese Krise ausgestanden ist, davon bin ich fest überzeugt, werden bessere Zeiten kommen. Bis dahin sind wir alle angehalten, uns so zu verhalten, dass die Übertragungsrate möglichst klein gehalten wird.

Leben in Zeiten von Corona: Ein Aufruf

In seinem Naturell ist der Internaut einer, der immer mal gern hinterfragt, was uns Regierung, Parlament und Polizei so alles verordnen. Ich bin zwar kein gelernter Lateiner, aber bei allem, was von oben kommt, frage ich zuerst: «Cui bono?» Wem nützt das? Und wer verfolgt welche (möglicherweise versteckte) Agenda?

Dieses Mal ist es anders. Weil alles anders ist. Wir alle müssen den Anordnungen der Spezialisten Folge leisten, damit die aktuell schlimme Situation nicht noch viel schlimmer wird. Wir alle müssen jetzt helfen, damit sich eine bedrohliche Situation irgendwann wieder bessern wird.

Und wir alle wieder ins Leben hinausspringen können.

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