Internet in der Ferienwohnung – wie siehts aus im ewigen Ländervergleich?

Es ist der letzte Schrei im noch jungen Winter: flächendeckende Onlinevernetzung im Skigebiet. Dank hochalpin postierten Hotspots kann der Mensch auch beim Skifahren surfen. So ist der rastlose Urlauber stets online – in der Gondel und auf der Piste, in der Berghütte und an der Schneebar. Vielleicht ist das ja tatsächlich ein dringendes Bedürfnis vieler Leute. Für mich muss das nicht sein. Immerhin schwärme ich ja aus ins grosse Weiss, um tagsüber endlich mal abschalten zu können.
 
Am Abend hingegen ist es angenehm, sich einzuloggen ins allgemeine Onlinegeschehen. Dass es in der Hotellerie nicht gut bestellt ist um kostenloses WLAN ist bekannt. Gemäss Schätzungen gewähren in der Schweiz wie auch in Österreich nur gerade 30 Prozent dieses neue Menschenrecht.
Weniger weiss man diesbezüglich über Ferienwohnungen. Wie sehr wird in diesem Sektor der Online-Servicegedanke gelebt, wie geht hier die grosse Schlacht Schweiz gegen Österreich aus? Ich habe die Profis von Interhome gebeten, Klarheit in diese Sache zu bringen. Der Schweizer Spezialist für Ferienwohnungen, Chalets und Ferienhäuser hat das Angebot von 2378 Objekten in Schweizer und österreichischen Wintersportgebieten ausgewertet.
Die gute News zuerst: In 63, beziehungsweise 52 Prozent aller Objekte ist WLAN drin. Die andere Nachricht: Die 63 Prozent stehen für Österreich, die 52 für die Schweiz. Sieht so aus, als hätte der Nachbar wieder einmal das Naserl vorn. Schweizer Skigebiete, die besonders gut abschneiden: Silvaplana/Surlej (84 Prozent mit WLAN , Davos und Siviez-Nendaz (je 75) sowie Grindelwald (72). Schwach sind Ferienwohnungen in den Walliser Destinationen Crans-Montana (30), Verbier (25) und Ovronnaz (24). In Österreich punkten quasi alle wichtigen Gebiete mit über 70 Prozent. Besonders gut stehen dabei die Ötztaler Destinationen Sölden (89) und Längenfeld (100 Prozent!) da. Neidlos muss man anerkennen: Ötzi hat WLAN
 
© SonntagsZeitung; 26. 01. 2014

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