Sieht verpackt aus wie eine Blockflöte, dreht beim Grillieren aber richtig auf. Die Teleskop-Grillgabel ist im Einsatz ebenso einfach wie nützlich. Aber auch eine etwas heisse Sache.

Wenn draussen die Sonne lacht, ist eine Grillier-Runde mit Freunden etwas, das zuverlässig Freude und Gemeinsinn stiftet. Und manchmal liegt auch eine Überraschung drin.

So wie im letzten Sommer, als mir eine engagierte Grillier-Kollegin – sie tituliert sich selber recht munter als «Grillier-Nudel» – eine Gerätschaft zeigte, die im verpackten Zustand zunächst an eine Blockflöte erinnerte.

Teleskop-Grillgabel von Victorinox im Test.
Teleskop-Grillgabel. Könnte komplett verpackt auch als Blockflöte durchgehen. (Bild: Internaut)

Beim Auspacken stellten sich dann relativ schnell zwei Dinge heraus: Dieses Teil ist zum Blockflöteln etwas zu spitz. Aber zum Grillieren möglicherweise spitze. Was dann geschah: Madame «Grillier-Nudel» schenkte mir das Teil. Heissen Dank!

Eine Schenkung ist höchst unüblich für diese Rubrik, denn in aller Regel kauft und zahlt der Internaut gemäss der Reise-Gadget-Charta die zu testenden Produkte selber. Unabhängigkeit soll hier ja schliesslich Trumpf sein. Sichergestellt ist aber folgendes: Die verschenkende Dame steht in keiner Beziehung zu Hersteller, Vertreiber oder Zuspitzerei dieser Teleskop-Grillgabel.

Teleskop-Grillspiess, im kleinen Zustand.
Teleskop-Grillspiess, im eingefahrenen Zustand. (Bild: Internaut)

Wann immer in einem Testbericht das Wort «Teleskop» auftaucht, interessiert natürlich zuerst: Wie sehr lässt sich denn dieses Teil ausfahren? Das lässt sich in diesem Falle ziemlich genau sagen.

Es sind exakt 50 Zentimeter, die dem Holzschaft entwachsen. Also ziemlich viel für so ein Teil, das insgesamt gerade mal 79 Gramm wiegt. Mit Blockflöten-Hülle sind es übrigens 90 Gramm.

Teleskop-Grillgabel: Ein Reise-Gadget Test auf www.derinternaut.ch/reise-gadgets.
Und hier im ausgefahrenen Zustand. (Bild: Internaut)

In zwei persönlichen Grillier-Settings wurde schnell klar: Das Tei ist einfach zu handhaben, macht Sinn und erfüllt den Zweck. Vor allem natürlich, wenn man – wie der Internaut – ein bekennender Cervelat-Typ ist.

Kommt dazu: Die ausziehbare Grillgabel lässt sich schnell und einfach reinigen. Und ist solcherarts versorgt schon wieder parat für den nächsten Einsatz.

Mini Grillspiess Victroinox, im Produkte-Test von Reiseblog Internaut.
Ziemlich scharfes Teil, diese Teleskop-Grillgabel. Oder: Doppelscharf. (Bild: Internaut)

Teleskop-Grillgabel: Die Stärken

Auspacken, ausfahren, grillieren: Die Teleskop-Grillgabel von Victorinox ist eines der selbsterklärendsten Reise-Gadgets-, das mir je untergekommen ist.

Braucht keinen Strom, funktioniert ohne Bluetooth-Verbindung, wird nie ein Akku-Problem haben. Gute Sache, narrensicher.

Grillspiess-Teleskop: Die Schwächen

Was mich etwas problematisch dünkt an dem Teil: Die Teleskopgabel kann bei längerer Zeit im oder über dem Feuer ganz schön heiss werden.

Da ist bestimmt Vorsicht geboten, gerade etwa, wenn Kinder damit hantieren. Abgesehen davon aber, sind mir keine gravierenden Schwächen aufgefallen.

Victorinox Grillspiess, ausziehbare Teleskop-Grillgabel getestet.
Nah am Feuer – und doch weit weg. Aber Obacht: Das Teleskop kann ganz schön heiss werden. (Bild: Internaut)

Grillgabel ausziehbar: Geeignet für

All jene, die bei einem Outdoor-Grillplausch auf ein Minimum an Equipment setzen wollen. Und natürlich auch für alle jene, für die beim Feuer-Mahl vor allem ein Grillgut-Typus im Vordergrund steht.

Die Wurst.

Noch mehr Reise-Gadgets

Der Internaut testet regelmässig Reise-Gadgets. Kritisch, unabhängig, glaubwürdig. Hier findest Du alle Travel-Gadgets die der Internaut bisher geprüft hat.

Ausziehbarer Grillspiess: Preis

Wer nicht das Glück hat, ein solches Teil geschenkt zu erhalten, findet es im Outdoor-Fachhandel. Etwa beim Schweizer Ausrüster Transa.

Der Preis: 14.90 Franken. Ein fairer Preispunkt für ein Reise-Gadget, das sich bei sachgemässer Behandlung sicher sehr viele Grill-Saisons lang einsetzen lässt.

Teleskop-Grillgabel: Fazit

Man kann es drehen und wenden, ausziehen und einziehen wie man will: Dieses Reise-Gadget ist in seiner Einfachheit ziemlich nahe am perfekten Reise-Gadget.

Klar, man könnte sich das Teil eventuell noch etwas leichter wünschen oder den Wunsch nach einem eingebauten Zusatznutzen – etwa ein kleines Messer – äussern. Oder zusätzlich zum Grill-Zacken eine kleine Grill-Schaufel, auf der sich etwa ein Steak oder eine Aubergine oder ein Halloumi-Käse drauflegen liesse. Oder ein teilbarer Schaft: Ein Handstück, das sich mit simpler Klapp-Bewegung in zwei Geräte aufteilen liesse, so im Sinne von «Sharing is Caring.»

Aber das wäre jetzt wirklich das Haar in der Suppe gesucht.

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Teleskop-Grillgabel: Note

Mit der Vergabe der absoluten Bestnote gehe ich sehr sparsam am. Aber hier hat wirklich nur wenig gefehlt zum Attribut «absolute Sonderleistung.»

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt der Teleskop-Grillspiess bei mir mit Note 5.5 durch.

Grillgabel mit Teleskop-Effekt, im Reise-Gadget-Test von Reiseblog Internaut
Nahe an der Bestnote: Der ausziehbare Grillspiess, hier in Ruheposition. (Bild: Internaut)

Übrigens

Wer jetzt finden sollte, dass dieses Reise-Gadget zu gross sei für einen kleinen Grill-Ausflug, dem kann ich sagen: Es geht auch kleiner.

Die Mini-Grillgabel, die zu den sieben Dingen gehört, die ich immer dabei habe auf Reisen, ist nochmal ein paar Gramm leichter. Eine «Griller-Application», die sich auf jeden Holzstecken draufstecken lässt.

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