Lass Dich gehn und sehn: Im Quartier Santa Caterina überlebt die Leichtigkeit, die Barcelona zum Darling der halben Welt macht. 

Was wäre der Internaut ohne seine Internautin? Nichts wäre er, nichts und niemand. Denn ohne die Inputs, Ratschläge und Korrekturen seiner Esposa wäre der Internaut nicht die Hälfte wert. Und sein Blog ebensowenig.

Sabín Stettler alias Die Internautin

Jetzt zieht die Internautin selber los. Auf ihre erste Starke Strecke. Und was wäre besser geeignet für ein spanisch-schweizerisches Halbblut als Hispanien?

Sabín Stettler führt uns heute auf die Carrer dels Carders in Barcelona, wo sie selber einmal drei Jahre lang gelebt und unterrichtet hat. ¡Adelante Sabín!

Führe uns durch diese hübsche Ecke der katalanischen Hauptstadt abseits von Desigual, Zara, Mango y Co:

Bummeln. Ich habe mich für die Strasse entschieden, die ich damals in der Jahrtausendwende, als ich in Barcelona gelebt habe, immer wieder durchschritt. Sei es bummelnd auf dem Nachhauseweg oder um zu meiner Freundin zu gelangen, die im Stadtteil Borne lebte. Ich selber wohnte im angrenzenden Santa-Caterina-Viertel.

 

 

Starke Strecke Barcelona: Am Carrer dels Carders (Bild: Sabín Stettler)

 

Wer Barcelona kennt, weiss, wie leicht sich die Stadt zu Fuss erkunden lässt. Zur Orientierung gibt es wichtige Linien, die einen leiten können. Die Via Laietana ist eine dieser Adern. Sie verläuft schnurstracks in Richtung Meer und parallel zu den berühmten Ramblas. Dazwischen liegt der Barri Gótic. Südlich der Laietana eröffnet sich dem Besucher das Bornequartier und Santa Caterina.

Ein Drink

Ein Bierchen im Innenhof des Espai Mescladis ist wie ein Besuch bei guten Freunden. Die man zu Beginn noch gar nicht kennt. Egal. Fürs Kennenlernen gibt es ja ein probates Mittel: Ein zweites Bierchen. Erwünschte Nebenwirkung: Wer hier trinkt und zahlt, unterstützt ein soziales Arbeitsprojekt.

Ein Kaffeehalt

Kaffee y Kuchen im Alsur Deli (Bild: Sabin Stettler)

 

Das Alsur Deli ist ein grossartiger Kaffee-Halt. Aber das ist nur die eine Hälfte der schönen Wahrheit. Die andere: Die Auswahl an Kuchen ist ebenso grossartig wie schmackhaft.

Eine Mahlzeit

Wer hier einkehrt, hat viel Glück. Wörtlich (Bild: Sabín Stettler).

Im Restaurant La Bona Sort gibt es eine breite Auswahl an grosszügig portionierten Tapas, leckerem Grillgemüse, Fleischgerichten in warmem lebhaftem Ambiente zu geniessen.

«Bona Sort» ist ein hübsches Sprach-Stück für Anfängerinnen: Es bedeutet «viel Glück» auf Katalanisch.

Ein Shop

Wundervoll und Wände voll: Galeria Maxó (Bild: Sabín Stettler).

Aus der Galerie des Künstlers Maxó Rennella kommt das Mitbringsel: Verspielte Kunst mit Botschaft. An der Decke fährt eine Spielzeugeisenbahn ihre Runden.

Noch ein Shop

Keine neue Idee, aber hübsche Objekte. Taschen und Täschchen aus rezyklierten Segelplachen und Regenschirmstoffen im Demano. 

Ein Mitbringsel

Mitbringsel Starke Strecke Barcelona: Eine ganze Stadt im Kasten. (Bild: Sabín Stettler)

Eine Schachtel aus Holz,  in der ein Stück Barcelona als Collage dreidimensional verewigt ist. Zu erstehen für 23 Euro.

Die Anreise

Von der Metrostation Jaume I (Metro-Linie L4) aus überqueren Sie, mit dem Hotel Suizo im Rücken, die Via Laietana. Dann bewegen Sie sich etwas nach links aus dem Menschenstrom heraus, der sich durch den Carrer de la Princesa in Richtung Borne schiebt.

Und wenn wir schon mal hier sind: Starke Orte in Gehdistanz

Der Mercat Santa Caterina ist die quirlige Markthalle des Quartiers. Unter dem sehr hübsch farbig gewellten Dach befindet sich auch das stylishe Restaurant Cuines Santa Caterina.

Das Museu Picasso erstreckt sich über fünf Gebäude und ist bei Besuchern so begehrt, dass man sich unbedingt vorab um Tickets kümmern sollte.

Die Santa Maria del Mar gilt als schönste gotische Kirche der Stadt. Für mich ist es die schönste überhaupt. Die Kirche spielt eine Hauptrolle im Roman «Die Kathedrale des Meeres» von Ildefonso Falcones.

Der Palau de la Música ist, das erkennt auch ein Mensch, der des Katalanischen unkundig ist, der Musik-Palast. Er spielt auch eine Rolle im Almodovar-Film «Todo sobre mi Madre». Das war jetzt zur Abwechslung mal Spanisch und heisst: «Alles über meine Mutter».

Genug vom Stadttrubel? Dann ist Ausruhen im Parc de la Ciutadella eine hervorragende Idee.

Egal ob Ankommen oder Abfahren: Der Bahnhof Estació de França macht durch seine edle und nostalgische Gestaltung, durch seine Marmorböden und Arkaden jede Reise zum Genuss.

Carrer dels Carders in Barcelona

Starke Strecke Barcelona: Der erste, aber sicher nicht der letzte Gang, den der Internaut hier machen wird. Und die Internautin schon gar nicht. 

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Für die Serie «Starke Strecke» porträtieren der Internaut und seelenverwandte Autorinnen und Autoren städtische Strassen aus aller Welt, die nicht globalisiert sind. Kein Starbucks, kein Zara, kein Hennes & Mauritz, kein McDonald’s – sondern lokale und regionale Anbieter aus Gastronomie, Hotellerie, Shopping und Kultur. «Starke Strecke» ehrt Strassen, die Locals und Zugereiste gleichermassen glücklich machen. 

Bisher erschienen:

Berlin, Brunnenstrasse

Locarno, Via Cittadella

Las Palmas de Gran Canaria, Calle Cano

Tel Aviv, Rabbi Yohanan Street

Bern, Lorrainestrasse

Barcelona, Carrer dels Carders

Biel, Untergasse

London, Croom’s Hill

Basel, Güterstrasse

Wien, Siebensterngasse

Lausanne, Rue Marterey

Amsterdam, Javastraat

New York, Thompson Street

Zürich, Bertastrasse

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