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Mein Hotel, mein Waschsalon: Wie man dreckige Wäsche kostengünstig selber sauber bringt. Und wo es muntere Video-Tutorials gibt dazu. 

Eine ganze Woche lang hielt ich intensiv Ausschau. Aber ein Yeti liess sich nirgends blicken. Als ich nach sieben Tagen Nepal-Trekking in der Hauptstadt ­Kathmandu zurück war, rochen immerhin meine ­Kleider so, als hätte sie das Himalaya-Fabelwesen itself getragen. Ein strenger Duft mit vier kräftig-muffigen Hauptnoten: Ofenrauch, Curry, Linsenbrei, feuchter Rhododendron-Wald.

 

Input von der mobilen Meister-Proper-Community

Noch heftiger als der herbe Odor waren die ­Preise für den Wäscheservice im 4-Stern-Hotel. Nur schon die Reinigung für ein Paar Socken und eine Unterhose war so teuer wie eine Gasthaus-Übernachtung auf 3500 Metern (Halbpension). Eine Hose säubern: 8.50 Franken. Viel Geld!

Dafür hätte man mir am Berg oben vier übervolle Teller Egg Fried Rice serviert – und es wäre noch ein schönes Trinkgeld drin gewesen.
Immer noch gefangen vom buddhistisch ­geprägten Bergzauber, beschloss ich, selber aktiv zu werden. Kostenlosen Rat holte ich mir online bei der mobilen Meister-Proper-Community. Der Plan: Selber Wäsche waschen im Hotel.

 

Selber Wäsche waschen im Hotel

Mein Hotel ist auch mein Waschsalon. (Bild: Internaut)

 

Kleidungsstücke mit Seife zu waschen, ist der kleinere Teil. Der grössere: nasse Wäsche in kurzer Zeit trocken zu bringen. Wie das geht, ist einfach zu lernen. Natürlich im Internet.

 

Video-Kurse im World Wasch Web

Erstaunlich, wie umfassend solche Themen auf Youtube abgehandelt werden. Ein kleines World Wasch Web tut sich hier auf. Der Trick: immer auf Hilfsmittel zurückgreifen, welche in gängigen Hotelzimmern vorhanden sind.

Ich schaute mir Videos an von Damen und Herren, die darauf schwören, ihre Kleider an rotierende Deckenventilatoren zu hängen. Andere wiederum setzen in gekonnter Weise den Hotel-Fön ein.

 

Wickeln, Rollen, Trampeln

Gut gefiel mir der Rat von Brent Hodgson, der seine nasse Wäsche in ein ­Hotel-Handtuch rollt und dann so lange darauf ­herumtrampelt, bis der letzte Rest an Feuchtigkeit entwichen ist. In einem Mix aus ­diesen Methoden gelang es mir, meine Kleider in nützlicher Frist trocknen zu lassen.

Wobei: Ausgelernt hat man nie. Nächstes Mal nehme ich mir den gefilmten Rat von Alaska-Granny zu ­Herzen, die nie ohne ihre selbst gemachte dreiteilige Wäscheleine (Betrieb ohne Klammern möglich) ausrückt. Danke, Alaska-Granny! Yeti würde es wohl genauso machen.

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