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Home 9 Reise-Gadgets 9 Zipfelbob zum Aufblasen im Test: Warum Snokey eine Spassbremse ist

Zipfelbob zum Aufblasen im Test: Warum Snokey eine Spassbremse ist

Datum

11. Februar 2021

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Home 9 Reise-Gadgets 9 Zipfelbob zum Aufblasen im Test: Warum Snokey eine Spassbremse ist

Ein leicht transportierbares Wintersportgerät, überall einsatzbereit: Snokey, der Zipfelbob zum Aufblasen, könnte ein erstklassiges Reise-Gadget sein. Ist es aber leider nicht. Snokey hat viele kleine Vorteile, aber auch ein gewaltiges Problem.

Schlitteln und Bobfahren ist ein grosser Winterspass. Etwas mühsam ist es allerdings, die oft sperrigen Geräte zu transportieren.

Deshalb war ich hell begeistert, als ich zum ersten Mal vom österreichischen Produkt Snokey hörte: Ein Zipfelbob zum Aufblasen. Ein Leichtgewicht, easy zu transportieren, jederzeit einsatzbereit.

Zipfelbob zum Aufblasen im unabhängigen Test

Gleich zu Beginn der Wintersaison stand für mich fest: Dieses Reise-Gadget muss ich austesten. Auch beim Wintersport gilt: Geprüft wird wie gewohnt in bewährter Internaut-Manier.

Ich bezahle selber für die Produkte, teste sie unvoreingenommen und unabhängig – und kann so als Anwalt meiner Leserinnen und Leser agieren. Egal, ob es um ein smartes High-Tech-Tool geht oder um ein Spielzeug, das Gross und Klein auf Reisen Freude bereiten soll.

Zipfelbob zum Aufblasen Snokey im unabhängigen Test
Snokey, hier in der verpackten Transport-Variante in Einsiedeln. (Bild: Internaut)

In diesem Winter, der uns so viel Schnee bringt wie schon lange nicht mehr, ist die Zeit überreif für einen Snokey-Test.

«Rasanter Rodelspass ohne lästiges Schleppen» lautet der Werbespruch für dieses Teil; der Hersteller selber rühmt sein Rodelgerät als «Wintersensation aus Österreich».

Snokey Zipfelbob zum Aufblasen
Snokey im aufgeblasenen Zustand. (Bild: Internaut)

Was ich schon einmal sagen kann: Das mit dem Wegfall des «lästigen Schleppens» stimmt. Der Zipflbob Snokey kann ganz einfach transportiert werden.

Ob der Luft-Bob oder Luft-Schlitten aber tatsächlich eine «Winter-Sensation» ist? Wir werden es schon sehr bald sehen.

Luftkissen-Bob: Die Stärken

An Snokey gefallen mir einige Dinge. Das Teil ist per Trageriemen einfach zu transportieren, es wiegt nur etwa 600 Gramm. Der Zipfelbob ist leicht aufzublasen und lässt sich – anders als andere Reise-Gadgets – ganz easy wieder in den ursprünglichen Zustand zurückverwandeln.

Der Zipfelbob ist also eine prima Sache für Kinder und ihre Eltern. Selten habe ich einen Schlitten oder einen Mini-Bob erlebt, der bezüglich Transport, Gewicht und Design so gut performt.

Snokey im Test auf dem unabhängigen Reiseblog der Internaut
Formschöne Sache: So sieht Snokey im aufgeblasenen Zustand aus. (Bild: Internaut)

Kommt dazu: Das formschöne Teil hat weitere Qualitäten: Es kann ganz einfach als Sitzplatz eingesetzt werden. Gleich im Schnee drin, oder auch auf einer Bank.

Auf Snokey sitzt man sicher, trocken und bequem. Was gerade in Corona-Zeiten, die uns mit geschlossenen Restaurants plagen, ein grosser Vorteil ist.

Snokey, der Zipfelbob zum Aufblasen Snokey
Gleich gibts eine Portion Skiwachs für Snokey. (Bild: Internaut)

Vielleicht fällt Dir jetzt etwas auf: Von den Fahreigenschaften des Snokey habe ich noch rein gar nichts erzählt. Aus gutem Grund.

Denn das ist das grosse, das riesgengrosse Problem dieses Produkts. Snokey, man kann es nicht anders sagen, ist letztlich eine Luftnummer. Oder: No show im Snow.

Snokey: Die Schwächen

Ich habe den Zipfelbob zum Aufblasen gleich an zwei Locations getestet. Einmal in Einsiedeln im Kanton Schwyz, und ein zweites Mal in der Lenzerheide.

Das Ergebnis war beide Male gleich: Das Teil rutscht überhaupt nicht, keinen Zentimeter. Einheimische gaben mir zwei Tipps: Ich müsse Snokey mit einer Speckschwarte einreiben oder aber Skiwachs benutzen.

Einfacher Bob zum selber machen sorgt für Rodelspass im Schnee.
Die Alternative: Ein Kissen in einen Plastiksack packen. Läuft bei mir. (Bild: Internaut)

Aus Respekt vor dem Tierwohl verzichtete ich auf die Speckschwarten-Applikation. Mit Skiwachs dagegen habe ich es versucht – aber das nützte leider auch nichts. Zero Schlittel-Spass.

Zum Rutscherlebnis kam ich dann doch noch. Mit einem uralten Trick (oder einem «Winter-Hack»), wie man heute wohl sagen würde: Ein Kissen mitnehmen, dieses in einen Plastiksack packen, losrutschen – das funktioniert immer.

Jetzt aber zum Videobeweis, der Dir zeigt, wie schlecht Snokey performt. Und wie viel Spaß das einfache Plastiksack-Tool macht.

Snokey im Test: Wachs hilft nicht. Aber ein Winter-Hack hilft. (Video: Internautin)

Man kann es drehen und wenden wie man will: Snokey ist keine Wintersensation. Der aufblasbare Zipfelbob ist dort, wo er performen sollte, eine Spassbremse.

Das ist ebenso ärgerlich wie schade. Denn von seinem ursprünglichen Gedanken her – leicht, aufblasbar, formschön – ist Snokey eine tolle Sache. Aber eben: Gut gemeint ist nicht immer das gleiche wie gut gemacht.

Luftkissen Rodel Snokey: Geeignet für

Ganz sicher eignet sich Snokey nicht für Leute, die gerne einen Hang hinunterfahren. Denn in dieser hauptsächlichen Funktion versagt dieses Reise-Gadget. Ein Non-Performer, leider.

Snokey eignet sich, wenn schon, wohl eher für Winter-Genusswanderer, die unterwegs in freier Natur mal Pause machen wollen. Und dazu Platz nehmen können auf einem Sitzplatz zum Aufblasen. Ein aufblasbarer Pop-up-Pausensitz, quasi.

Zipfelbob zum Aufblasen: Preis

Ich habe Snokey bei Proidee.ch gekauft, zum Preis von 34.95 Franken. Was ich dem Online-Shop zugutehalten muss: Auf der Pro-Idee-Produkteseite werden ebenso ehrliche wie niederschmetternde Kommentare publik gemacht.

Warum ich gleich zwei Snokeys gekauft habe und was Dir das bringen kann, erfährst Du ganz am Schluss dieses Blogposts.

Luftschlitten Snokey: Fazit

Eine gute Idee, aber leider mangelhaft umgesetzt. Die Snokey-Ingenieure müssen definitiv noch einmal über die Bücher gehen.

Ganz alles muss nicht auf den Prüfstand. Immerhin ist die aufblasbare Hülle des Bobs soweit gefällig gestaltet, attraktiv designt und dank Trageriemen auch gut transportierbar.

Luftschlitten Snokey im Test
Luftschlitten Snokey: Gut transportierbar, aber zero Rutsch-Effekt. (Bild: Internautin)

Gleich wie bei der aufblasbaren Solarlampe Luci ist die Pneumatik auch bei Snokey ein cleveres Hilfsmittel bezüglich Platzbedarf und Einsatzbereitschaft.

Aber wenn ein Bob nicht rutscht, haben wir ein grosses Problem bei der Kernkompetenz eines jeden Wintersportgerätes. Bitte nachbessern, damit das Teil wirklich zur ausgelobten «Wintersensation aus Österreich» wird.

Zipfelbob zum Aufblasen: Note

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt der aufblasbare Zipfelbob Snokey bei mir mit Note 3.0 durch.

Also klar ungenügend.

Zipfelbob zum Aufblasen Snokey
Gut zum Sitzen. Schlecht zum Gleiten: Snokey muss nachbessern. (Bild: Internaut)

Dazu noch zwei Bemerkungen: Mit einer drei ist Snokey eher gnädig benotet. Seit Herbst 2018 bewerte ich auf diesem Blog Reise-Gadgets – unabhängig, kritisch, glaubwürdig und mit einem Augenzwinkern.

Aber bei Snokey hilft alles Augenzwinkern nicht: So schlecht hat bei mir noch nie ein Reise-Gadget abgeschnitten.

Übrigens: Magst Du auch mal probieren?

Wie weiter oben angetönt, habe ich gleich zwei Snokeys eingekauft. Beide Geräte habe ich ausprobiert, beide haben gleich schlecht abgeschnitten.

Wir haben es hier also nicht mit einem Montagsmodell oder einem Montagsstück zu tun.

Wenn es nun so sein sollte, dass ich Deine Neugier geweckt habe: Prima. Wenn Du mir einen guten Grund nennen kannst, weshalb ausgerechnet Du einen meiner zwei Snokeys erhalten solltest, dann überlasse ich Dir gerne eines dieser Geräte.

Damit Du selber testen kannst, wie sich der aufblasbare Zipfelbob im alpinen Habitat verhält. Natürlich bin ich dann auf Dein Feedback gespannt.

Autor:in

Andreas Güntert

Andreas Güntert

andreas.guentert@derinternaut.ch

Seit 1994 erforscht und beschreibt Andreas Güntert hauptberuflich als kritischer Sympathisant der Wirtschaft die Schnittstellen von Konsum, Gesellschaft und Reise-Industrie. Als der Internaut lotet er ausserdem das Reise-Internet aus. Er findet Nützliches, Begeisterndes und manchmal auch Absurdes. Der Internaut ist ein Reise-Storyteller.

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