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Home 9 Reise-Gadgets 9 Mini Raclette im Test: Indoor, outdoor und am Strand

Mini Raclette im Test: Indoor, outdoor und am Strand

Datum

14. Februar 2020

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Home 9 Reise-Gadgets 9 Mini Raclette im Test: Indoor, outdoor und am Strand

Raclette-Öfen sind meistens gross, schwer und klobig. Unser Reise-Gadget Mini Raclette ist klein, leicht und handlich. Der Internaut testet, wie gut ein schnuckliger Mini Raclettegrill in drei Klimazonen performt: Wohnzimmer, Winterkälte, Strand.

Was ist ein typisches Geschenk aus der Schweiz? Klar, da gibt es Uhren und Käse, Taschenmesser und Schokolade. Viel lieber aber verschenke ich etwas anderes: Einen Schweizer Mini Raclettegrill. Oder kurz: Ein Mini Raclette für zwei Personen.

In einem kleinen portablen Raclettegrill, betrieben von Kerzenkraft, steckt richtig viel Swissness drin. Design und Funktion paaren sich mit Folklore, Energie-Effizienz und Genuss – und das alles mit Liebe zum Detail aufs Minimum reduziert.

Mini Raclette: Oft verschenkt, noch nie selber gebraucht

Wenn es also darum geht, einem lieben Menschen aus dem Ausland eine kleine Schweizer Freude zu machen, schenke ich meistens einen Mini Raclettegrill. Das kommt immer gut an. Aber es weckte dann und wann auch Zweifel in mir.

Was ich mich oft gefragt habe: Funktioniert das überhaupt? Bringen drei kleine Rechaudkerzen wirklich einen Käse zum Schmelzen? Drinnen vielleicht. Aber auch draussen?

Mini Raclette mit Kerzen für zwei Personen, Gerät im Test.
Der faltbare Mini-Raclettegrill, bestückt mit drei Rechaudkerzen: Etwa so gross wie drei Tafeln Schokolade. (Bild: Internaut)

Als ich zu Weihnachten selber ein solches Swissness-Souvenir geschenkt bekam, war es an der Zeit, die Zweifel auszuräumen.

Ich wollte dieses Reise-Gadget mit allen Details endlich einmal selber testen. Gesagt, getan – say cheese!

Raclette-Minigrill: Die Stärken

Ein wichtiges Asset dieses kleinen Raclette mit Rechaudkerzen-Kerlchens ist sicher einmal seine Kompaktheit. Der faltbare Mini-Raclettegrill, der Platz für zwei Käsescheiben bietet, ist nur etwa 400 Gramm schwer.

Bezüglich seiner Abmessungen ist das zusammenklappbare Gerät mit drei Tafeln Schokolade vergleichbar.

Getestet habe ich das Mini-Raclette-Grill-Set zunächst einmal im Wohnzimmer bei mir zu Hause, und zwar in direkter Konkurrenz zu unserem konventionellen Racletteofen, einem Tischgerät mit Platz für acht Pfännchen.

Mini Racletteofen im Test und im Vergleich zu einem herkömmlichen grossen Gerät
Konventioneller Achtplätzer und Mini-Raclette Ofen im Vergleich. (Bild: Internaut)

Ein wichtiger Unterschied zwischen den zwei Käse-Kalibern: Beim herkömmlichen Gerät geht ohne Strom gar nichts. Das kleine Kerlchen aber arbeitet per Kerzenkraft annähernd Greta-kompatibel.

In diesem Setting legt der kleine portable Mini-Raclette-Grill mit seinen Teelichtern eine prima Performance hin. In etwa neun Minuten ist der Käse auf dem Raclette-Mini-Ofen richtig schön geschmolzen – in etwa gleich schnell wie das herkömmliche Achter-Gerät.

Chapeau, das hätte ich dem winzigen Gerät nicht zugetraut!

Zweite Klimazone: Im Garten des Internauten. Bei sechs Grad Aussentemperatur ist die Dreifach-Kerzenkraft des Raclette-Minigrills natürlich ganz anders herausgefordert als in der warmen Stube.

Resultat hier, erzielt an einer windgeschützten Stelle: Es dauert rund 20 Minuten, bis der Käse in jenem Aggregatzustand ist, den man als Raclette-Fan liebt: Schön geschmolzen, sogar, wies mir immer gut gefällt, mit einer kleinen Kruste obendrüber.

Mini Raclettegrill: Die Schwächen

Die logische dritte Klimazone läge natürlich auf einem Hügel, winterlich perfekt mit Schnee eingedeckt. Weil sich die weissen Flocken diesen Winter bisher aber leider nicht im Flachland gezeigt haben, musste ich ausweichen.

Also habe ich den Raclette-Minigrill auf eine Reise ins geliebte Valencia mitgenommen. Eine Party am Strand mit Raclette-Set – täte mir gut gefallen.

Reise Gadget Test: Kleiner kompakter Raclette Grill geprüft am Strand von Valencia
Der Tag geht, der Mini Raclette-Ofen kommt: Test-Time in Valencia für den Kerzenkraft-Winzling. (Bild: Internaut)

Ob ich der allererste Mensch auf Erden bin, der am Strand von Valencia Raclette zubereitet hat, weiss ich ehrlicherweise nicht. Was ich aber sicher sagen kann: Die Queso-Crew im Auftrag des Internauten war ein ziemlicher Hingucker.

Statt Kartoffeln nahmen wir lokale Grissini als Beilage, den Käse importierten wir aus der Schweiz. Ich denke aber, dass man auch mit lokalem Manchego arbeiten könnte, per Käsehobel schön auf Pfännchengrösse portioniert.

Testergebnis, beim Sonnenuntergang um 18.15 Uhr und bei einer Aussentemperatur von etwa 16 Grad: Es dauerte geschlagene 25 Minuten, bis der Raclettekäse auf der Mini-Grillplatte reif für den Verzehr war.

Teelicht Raclette im Test am Strand von Valencia. Reiseblog der Internaut prüft kompakten Raclette-Ofen für die Reise.
Endlich tut sich was! Auf dem Spielfeld und im Mini Raclette-Pfännchen. Bild: Internaut)

25 Minuten ist eine doch eher lange Zeit, vor allem, wenn man nach den ersten zwei Portionen wieder nachladen möchte. Fairerweise muss ich sagen, dass die lange Zubereitungszeit nicht nur an der Kerzenkraft liegt. Sondern an der luftigen Umgebung in Meeresnähe.

Bei sommerlichen Temperaturen könnte das Ergebnis womöglich günstiger ausfallen. Was mich durchaus animieren könnte, das Teil bei der nächsten Reise gleich noch einmal auszutesten.

Komplett verkehrt ist es sicher nicht, ein solches Gerät im hispanischen Sprachraum zu verwenden. Immerhin ist auf der Packung die spanische Bezeichnung angegeben.

Die Queso-Fachwelt spricht dabei von einem «Mini Juego de Raclette» oder einem «Mini Horno de Raclette».

Racletteofen mit Kerzen: Der Preis

Wie eingangs erwähnt: Ich habe den portablen Raclette-Ofen geschenkt erhalten. Da ziemt es sich eigentlich nicht, nach dem Preis zu fragen. Einem geschenkten Grill schaut man nicht ins Maul. Oder so.

Was ich sagen kann: Der hier getestete Raclette Minigrill stammt von der Schweizer Traditionsfirma Kuhn Rikon und soll rund 25 Euro kosten.

Teelicht-Raclette-Ofen: Geeignet für

Alle jene, die gerne Raclette mögen. Oder gerne ein kleines Swissness-Powerpaket verschenken.

Oder natürlich: Für all jene, die gerne Raclette mögen und ein hübsches Schweizer Souvenir verschenken.

Raclette-Minigrill: Fazit

Der Minigrill ist ebenso kompakt wie formschön. Ein kleines Stück Schweiz, wunderbar. Und: Das Gerät performt besser, als ich mir das gedacht habe. Unglaublich, welche Kraft drei kleine Kerzchen entfalten können.

Wenn denn die Umgebung nicht allzu kalt und/oder luftig ist (dazu noch mehr ganz am Schluss).

Mini Raclette: Note

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt der Mini-Raclettegrill bei mir mit Note 5 durch.

Portables Mini-Raclette: Übrigens

Richtig cool – und ein weiteres Zeichen Schweizerischer Innovationskunst – wäre es, wenn der Packung ein Mini-Windschutz beiliegen würde.

Oder wenn die Packung selber gleich als Windschutz dienen könnte. Oder wenn auf der Packung eine witzige Anleitung zum Selberbasteln eines Windschutzes angebracht wäre.

Variante beim Verschenken: Dem Raclette-Ofen mit Kerzen gleich noch einen selber konstruierten Windschutz beilegen. Da kommt sicher Freude auf.

Racletteofen mit Kerzen im Test auf dem Reiseblog der Internaut
Etwas vorheizen hilft beim Teelicht Raclette auf freier Wildbahn. (Bild: Internaut)

Was in windiger Umgebung ein klein wenig hilft: Wenn man das Raclette-Pfännchen vor dem Käse-Einsatz schon ein wenig aufwärmt.

Also vor dem Einsatz draussen in einem Innenraum die drei Kerzen schon einmal anwerfen und damit das Pfännchen vorwärmen.

Autor:in

Andreas Güntert

Andreas Güntert

andreas.guentert@derinternaut.ch

Seit 1994 erforscht und beschreibt Andreas Güntert hauptberuflich als kritischer Sympathisant der Wirtschaft die Schnittstellen von Konsum, Gesellschaft und Reise-Industrie. Als der Internaut lotet er ausserdem das Reise-Internet aus. Er findet Nützliches, Begeisterndes und manchmal auch Absurdes. Der Internaut ist ein Reise-Storyteller.

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