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Home 9 Reise-Gadgets 9 Scrubba Wash Bag im Test

Scrubba Wash Bag im Test

Datum

4. Januar 2019

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Home 9 Reise-Gadgets 9 Scrubba Wash Bag im Test

Locker Wäsche waschen unterwegs: Das verspricht die mobile Reisewaschmaschine Scrubba Wash Bag. Wie sauber ist diese Sache wirklich?

Wer clever verreisen will, so habe ich einmal gelesen, solle zunächst seinen Koffer packen. Und dann alles wieder neu arrangieren: Nur die Hälfte der Kleider, dafür doppelt so viel Geld mitnehmen.

Mit dieser Devise werde jeder Trip zum Erfolg. Wenn man es sich denn leisten kann.

Scrubba Wash Bag im Test: Die Reisewaschmaschine für unterwegs

Aber selbst mit diesem Ansatz bleibt ein gewisses Problem, dass sich unterwegs stellt: Irgendwann werden getragene Kleider ein Fall für die Wäsche.

Den Hotelservice dafür beanspruchen: Meist viel zu teuer. Im Lavabo des Hotel-Badezimmers selber waschen: Mühsam und selten richtig erfolgreich.

Scrubba Wash Bag Reisewaschmaschine im Test

Scrubba Wash Bag, der Waschbeutel für die Reise. Hier noch hübsch verpackt im Karton-Kleid. (Bild: Internaut)

Lange schon habe ich eine Alternative dazu gesucht. Ein Reise-Gadget, das unterwegs und outdoor für saubere Wäsche sorgt. Gefunden habe ich Scrubba Wash Bag, die tragbare und mobile Reise Waschmaschine.

Nun habe ich sie getestet.

Mobile Waschmaschine Scrubba: Der Waschgang

Das Vorgehen ist dabei kinderleicht. Der grüne Beutel selber ist die Waschschmaschine. Ausgestattet ist das Ding inwendig mit einer Art Waschbrett, in diesem Falle sind es Noppen aus Gummi, mit denen man die Schmutzwäsche so richtig durchkneten kann.

Die wichtigsten Informationen und Details sind gleich auf dem Waschbeutel aufgedruckt. Plus ein Sichtfenster mit Füllmarken. Gut so. Per Rollverschluss kann der Wash bag geschlossen werden.

Mini-Waschmaschine auf Reise im Test. Erfahrung Reisewaschmaschine

Alle Anleitungen sind aufgedruckt: Scrubba, der selbsterklärende Wash Bag. (Bild: Internaut)

Und so funktioniert der Scrubba Wash Bag: Man füllt seine Wäsche in den Behälter, fügt drei bis sechs Liter warmes Wasser und ein Waschmittel hinzu. In meinem Fall war das ein Duschmittel, das im kostenlosen Beauty-Angebot meines Hotels bereitlag. Immer wieder hocherfreulich, was solche Amenity-Kits alles hergeben.

Klar, wenn man nicht wie ich im Hotel-Badezimmer auf Tenerife waschen kann, sondern im Basis-Camp des Kilimanjaro oder des Dhaulagiri sitzt, muss es wohl ein Stück Kernseife tun.

Mini-Waschmaschine Scrubba Wash bag im Urlaub getestet

Wasser und Wäsche eingefüllt, per Ventil (rechts oben) Luft rausgequetscht: Waschbeutel Scrubba, go! (Bild: Internaut)

Das Vorgehen ist aber, egal ob im Kanaren-Bungalow oder am Berg, immer das gleiche: Wenn Wäsche, Wasser und Waschmittel im Beutel liegen, pumpt man per eingebautem Ventil die Luft aus dem Waschsack raus, so dass keine Luftblasen die Arbeit behindern.

Darauf folgt: Ran an die inneren Werte von Scrubba, per eingebautem Waschbrett die Wäsche hübsch durchkneten. Nachdem ich eine gute Weile geknetet hatte, leerte ich das Teil wieder aus, fügte frisches Wasser hinzu und brachte so die Resten des Waschmittels aus den Klamotten raus.

Dann die Wäsche aufhängen. Gut, dass eine klammerlose Wäscheleine zu den sieben Tools gehört, die ich immer dabeihabe auf meinen Reisen.

Mobile Mini Waschmaschine Scrubba im Test

Hang loose: Wäsche am Trocknen. Scrubba Wash Bag, hier mit gut sichtbarem Waschbrett-Einsatz nach aussen gekehrt, ebenso. (Bild: Internaut)

Aber weiter im Text. Als Socken, T-Shirts, ein Paar Shorts und Unterhosen trocken waren, kam die Abrechnung: Ist die faltbare Klappwaschmaschine Scrubba wirklich eine saubere Sache? Ich kann sagen: Ja. Gerade recht stark verschwitzte T-Shirts kamen frisch wieder aus dem Wäschesack heraus.

Eine Shorts, mit der ich mich in schwarzen Vulkansand gesetzt hatte und die ein deutliches Abzeichen davontrug, war nach der Scrubba-Behandlung zu 85 Prozent wieder sauber. Und damit eindeutig tragbar.

Scrubba Wash Bag: Die Stärken

Der Scrubba Wash bag ist ein Travel-Gadget, wie es im Bilderbuch steht. Weil es in minimaler Grösse – das Teil wiegt nur gerade 145 Gramm – einen ziemlich ähnlichen Service erbringt, den wir uns zu Hause von einem grossen Gerät gewohnt sind.

Dieser handliche Beutel für die Reisewäsche hat sich das Prädikat «Platzwunder» echt verdient. Weil es sich hier um die wohl kleinste Waschmaschine der Welt handelt, die bezüglich Grösse in allen Taschen Platz findet.

Travel-Waschsack: Die Schwächen

Wenn man Scrubba einmal aus der stylishen Kartonverpackung genommen hat, kann man es nicht mehr ähnlich hübsch einfügen. Eine leichte Hülle zu diesem Reise-Gadget gefiele mir deshalb gut und würde auch für Camping und Sport Sinn machen.

Der Clou der Mini Waschmaschine Scrubba ist natürlich das Waschbrett. Leider sind diese Gumminoppen aber nur auf einer Seite des Waschsackes angebracht. Scrubba würde noch besser performen, wenn gleich zwei solcher Waschbretter integriert wären. Die zusätzlichen 50 Gramm nähme ich bei diesem Artikel dafür gerne in kauf.

Waschbeutel Scrubba: Geeignet für

Leute, die auf Reisen ein Mindestmass an sauberer Wäsche schaffen und sicher sein wollen, dass ein Reise-Gadget zuverlässig funktioniert. Indoor wie outdoor.

Und natürlich alle, die auf funktionale Waschbeutel im Kleinformat stehen. Dieses Zubehör lässt sich überall verstauen. Die Größe ist hier für einmal kein Problem.

Wash Bag Scrubba im Test: Preis

Erstanden für 75.90 Franken (CHF) beim Outdoor-Spezialisten Transa.ch. Die Reise Waschmaschine Scrubba ist übrigens eine australische Erfindung, die aber in China hergestellt wird.

Die 75.90 Franken entsprechen (gerechnet Mitte 2022) etwa 78 Euro (EUR). Aber natürlich lässt sich Scrubba bei anderen Händlern oder im Euroland auch für weniger Euro finden als in der Schweiz. 

Reisewaschmaschine Scrubba: Fazit

Ja, Scrubba ist tatsächlich eine saubere Sache für die Handwäsche. Und einfach zu bedienen ist die handliche Campingwaschmaschine obendrein. Der Waschsack aus Polyamid arbeitet zwar nicht in der gleichen Qualität wie das heimische immobile Gerät – aber sie tut ihren Dienst auf Reisen voll und ganz.

Das Teil ist nicht ganz billig, scheint aber seinen Preis wert zu sein. Ich formuliere das deshalb vorsichtig, weil ich den Outdoor Waschbeutel Scrubba erst zweimal im Einsatz hatte. Eine Langzeitbenutzung wird zeigen, ob sich die portable Waschmaschine im Travel-Bereich auch über Jahre bewährt.

Der Internaut bleibt dran an diesem Produkt und wird zur gegebenen Zeit Rückschau halten auf all seine Waschgänge und die daraus resultierende Waschleistung.

Scrubba Wash Bag: Note

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt der mobile Wash Bag Scrubba bei mir mit einer Bewertung von 5.5 durch.

Ich muss aber auch sagen, dass ich in dieser Rubrik noch nie eine Reisewaschmaschine oder ein ähnliches Produkt im Test hatte. Und auch keine Camping-Waschmaschine. Mir fehlt bei diesem Waschbeutel also der Vergleich. Könnte sein, dass es noch kleinere und pfiffigere Mini-Cleaner für Ferien und Urlaub gibt. 

Scrubba Wash Bag: Übrigens

Wenn Du nun aber überhaupt nichts von diesem grünen Blasebalg wissen, aber trotzdem Wäsche waschen willst auf Reisen: Da hat der Internaut etwas für Dich. Als er einst auf Trekking-Tour in Nepal war, da ging es ihm wäschetechnisch ziemlich dreckig. Mein Wunsch damals. Just add Wasser.

Dank einiger Video-Tutorials kam er dann auf recht saubere Resultate. Auf Trekking-Reise in Nepal stiess ich auf Wasch-Varianten, mit denen ich auch ohne grünen Sack oder sonstiges Zubehör zum blauen Wunder kam. Beziehungsweise zu einer sauberen Sache. Oder, spezifischer: Zu einer genügenden Travel Waschleistung.

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Autor:in

Andreas Güntert

Andreas Güntert

andreas.guentert@derinternaut.ch

Seit 1994 erforscht und beschreibt Andreas Güntert hauptberuflich als kritischer Sympathisant der Wirtschaft die Schnittstellen von Konsum, Gesellschaft und Reise-Industrie. Als Reiseblogger der Internaut lotet er das Reise-Internet aus. Der Internaut ist ein Storyteller – unabhängig, munter, pointiert. Und immer seinen Leserinnen und Lesern verpflichtet.

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