Sound kennt keine Schlagbäume, keine Quarantäne und kein Social Distancing. Die Reise und Musik App Radiooooo bringt Dich durch alle Länder dieser Welt, mit passendem Soundtrack aus hundert Jahren Musikgeschichte.

Auf meiner persönlichen Reise-Bucket-List steht das Vorhaben zwar nicht. Aber in meinem Kopf spukt dieser Trip schon eine ganze Weile herum. Es ist eine ziemlich abgefahrene Reise

Und eine mit berühmtem Vorbild.

Musikalischer Roadtrip durch Europa

2003 stieg der Schweizer Musiker Stephan Eicher in Hamburg in ein Taxi stieg und liess sich damit bis nach Palermo chauffieren. Eichers «Taxi Europa» war und ist nichts weniger als Roadtrip durch die musikalische Seele Europas.

Das würde ich gerne auch einmal machen, am liebsten in der extended Version. Hamburg-Palermo ist ja ganz okay, aber noch hübscher wärs bestimmt, wenn man gleich noch Schweden und Dänemark ins Routing packen könnte.

Wobei es da eine Herausforderung gibt. Nein, drei.

Autostrecke von Stockholm über Kopenhagen, Hamburg, Zürich, Milando und Napoli nach Palermo. Ein Thema der Bucket List des Reiseblogs der Internaut.
Im Taxi von Stockholm nach Palermo: Da würde ich mir viel Musik wünschen. Und vor allem: einen netten Taxifahrer. (Bild: Google Maps)

Die erste Herausforderung (die Stephan Eicher möglicherweise auch hatte): Es müsste schon ein sehr netter Taxichauffeur sein. Immerhin verbringt man da ziemlich viel Zeit miteinander.

In meinem Falle sprechen wir von einer reinen Netto-Fahrzeit von 40 Stunden. Und natürlich möchte ich gerne jeweils ein paar Tage einschalten, um eine Auswahl von Starken Strecken in Kopenhagen, Hamburg, Zürich, Milano und Napoli abzuklappern.

Was uns schon zur zweiten Herausforderung bringt, die Stephan Eicher wohl auch hatte: So viel Zeit muss man erst mal haben.

Musik App Radiooooo: Reisen auf dem Musik-Zeitstrahl

Die dritte Herausforderung (die Stephan Eicher ganz bestimmt nicht hatte): Das vermaledeite Corona-Virus. Tatsächlich könnten einige neue Themen den Taxi-Trip von Stockholm nach Palermo beeinflussen. Themen wie Infektionsschutz und Trennscheiben-System im Taxi, allfällige Maskenpflicht und die ständige Gefahr, das eines der Transitländer auf die Quarantäne-Liste kommt.

Ich warte wohl noch ein wenig mit dieser Taxifahrt. Aber mit der europäischen Musikreise muss ich nicht warten. Denn dafür gibt es die Reise- und Musik-App Radiooooo.

Musik App Radiooooo, ein Reise-App-Tipp vom unabhängigen Reiseblog der Internaut aus der Schweiz
Musik App Radiooooo: Lautsprecher an für eine musikalische Welt- oder Europareise. (Bild: Internaut)

Die App schafft mühelos, woran diese Welt leider viel zu oft scheitert: Den ganzen Planeten zu verbinden. Und zwar mit Musik. Radiooooo (die fünf «O», vermute ich, sollen wohl für die fünf Kontinente stehen) ermöglicht musikalische Weltreisen, unterlegt mit einem länderspezifischen Soundtrack aus über hundert Jahren.

Konkret kann man auf einer Weltkarte das gewünschte Land anwählen, dazu ein musikalisches Genre (aufgeteilt in «Slow», «Fast» und «Weird»), sowie die Zeit, aus der die Musik stammen soll. Dafür stehen alle Jahrzehnte bis zurück ins Jahr 1900 zur Verfügung.

Unterwegs mit Radiooooo auf dem musikalischen Zeitstrahl

Damit aber nicht genug. Mit der Funktion «Taxi» kann man sich musikalische Reisen durch verschiedene Länder zusammenstellen. Was natürlich hervorragend zu meinem ersehnten Nord-Süd-Taxi-Trip passt.

Für die Reise von Schweden nach Italien habe ich mich für die 60er und 70er Jahre entschieden und dazu die Tempi «Slow» und «Fast» selektioniert. Was zu einem ebenso unerwarteten wie herrlichen Erlebnis führte.

Musikalischer Roadtrip per Musik App, Anleitung und Besprechung auf dem Reiseblog der Internaut
Komm, nimm meine Hand: So läuft die Tonspur von Schweden nach Italien. (Bild: Screenshot Radiooooo)

Wer nach all diesen Eingaben auf den Wiedergabe-Knopf drückt, erlebt einen paneuropäischen Jukebox-Effekt. In meinem Fall beginnt das mit einer gewissen Eva aus Schweden, die «Kom tag min hånd», trällert, was sich als nordländische Variante des brasilianischen Evergreens «Corcovado» entpuppt.

Übersetzen würde ich das einmal mit «Komm, nimm meine Hand». Falls die schwedische Sprachpolizei hier mitliest: Ist das okay so?

Noch mehr Reise-Apps

Der Internaut testet regelmässig Reise-Apps. Kritisch, unabhängig, glaubwürdig. Hier findest Du alle Reise-Apps, die der Internaut bisher geprüft hat.

Sehr hübsch natürlich auch, dass die Musik-App Radiooooo jeweils Interpret, Songtitel und Jahr der Veröffentlichung anzeigt. So erweitert man seinen musikalischen Horizont.

Der Italiener Edoardo Vianello beispielsweise, den ich bisher nicht gekannt hatte, schmettert mir einen so hübschen Song aus dem Bel Paese der 60er Jahre hin, dass ich mir diesen Namen gleich merken muss.

Musik App Radiooooo: Interaktiv bereichernd

Natürlich, für hochsommerliches Grooven in der Hochkultur der 90er Jahre eignet sich auch die Musik-App Poolside.fm. Hier haben wir es allerdings mit einer musikalischen Einbahnstrasse zu tun: Man hört einfach das, was in der App drin ist.

Ganz anders verhält sich da Radiooooo: Diese Musik-App ist als interaktive Erfahrung angelegt. Will heissen: Die Community ist eingeladen, selber Sound beizusteuern, der sich geographisch und zeitlich verorten lässt.

Piazza Grande Locarno, hier mit der Musik App Radiooooo im Bild
Sound für die Piazza? Radiooooo hats bestimmt. Und ist parat für mehr. (Bild: Internaut)

So wird die App immer umfangreicher. Und es können blinde Flecken gefüllt werden. Mir scheint beispielsweise, dass das musikalische Schaffen im Grönland der 20er Jahre noch Zuwachs erfahren könnte.

Auf jeden Fall eignet sich die App für Musik- und Zeitreisen jeder Art. Etwa, wenn man den eigenen Interrail-Trip der 90er Jahre noch einmal hören möchte. Oder die Hochzeitsreise nach Thailand vor zehn Jahren.

Oder jenen nächsten Trip, den man aktuell aus diesem einen vermaledeiten Grund nicht machen kann. Auch dafür hat die musikalische Zeitmaschine Radiooooo einen Jahresknopf parat.

Er heisst: «Now».

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