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Locker Wäsche waschen unterwegs: Das verspricht die mobile Waschmaschine Scrubba. Wie sauber ist diese Sache wirklich?

Wer clever verreisen will, so habe ich einmal gelesen, solle zunächst seinen Koffer packen. Und dann alles wieder neu arrangieren: Nur die Hälfte der Kleider, dafür doppelt so viel Geld mitnehmen – mit dieser Devise werde jeder Trip zum Erfolg. Wenn man es sich denn leisten kann.

Aber selbst mit diesem Ansatz bleibt ein gewisses Problem, dass sich unterwegs stellt: Irgendwann werden getragene Kleider ein Fall für die Wäsche. Den Hotelservice dafür beanspruchen: Meist viel zu teuer. Im Lavabo des Hotel-Badezimmers selber waschen: Mühsam und selten richtig erfolgreich.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba

Scrubba, die Waschmaschine für unterwegs. Hier noch hübsch verpackt im Karton-Kleid. (Bild: Internaut)

 

Lange schon habe ich eine Alternative dazu gesucht. Ein Reise-Gadget, das unterwegs für saubere Wäsche sorgt. Gefunden habe ich Scrubba, die mobile Waschmaschine. Nun habe ich sie getestet.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba: Der Waschgang

 

Das Vorgehen ist dabei kinderleicht. Der grüne Beutel selber ist die Waschschmaschine. Augestattet ist das Ding inwendig mit einer Art Waschbrett, in diesem Falle sind es Gummi-Noppen, mit denen man die Schmutzwäsche so richtig durchkneten kann.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba

Alle Anleitungen sind aufgedruckt: Scrubba, die selbsterklärende Waschmaschine. (Bild: Internaut)

 

Und so funktioniert Scrubba: Man füllt seine Wäsche in den Behälter, fügt warmes Wasser und ein Waschmittel hinzu. In meinem Fall war das ein Duschmittel, das im kostenlosen Beauty-Angebot meines Hotels bereitlag. Immer wieder hocherfreulich, was solche Amenity-Kits alles hergeben.

Klar, wenn man nicht wie ich im Hotel-Badezimmer auf Tenerife waschen kann, sondern im Basis-Camp des Kilimanjaro oder des Dhaulagiri sitzt, muss es wohl ein Stück Kernseife tun.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba

Wasser und Wäsche eingefüllt, per Ventil (rechts oben) Luft rausgequetsch: Scrubba, go! (Bild: Internaut)

 

Das Vorgehen ist aber, egal ob im Kanaren-Bungalow oder am Berg, immer das gleiche: Wenn Wäsche, Wasser und Waschmittel im Beutel liegen, pumpt man per eingebautem Ventil die Luft aus dem Waschsack raus, so dass keine Luftblasen die Arbeit behindern.

Darauf folgt: Ran an die inneren Werte von Scrubba, per eingebautem Waschbrett die Wäsche hübsch durchkneten. Nachdem ich eine gute Weile geknetet hatte, leerte ich das Teil wieder aus, fügte frisches Wasser hinzu und brachte so die Resten des Waschmittels aus den Klamotten raus.

Dann die Wäsche aufhängen. Gut, dass eine klammerlose Wäscheleine zu den sieben Tools gehört, die ich immer dabeihabe auf meinen Reisen.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba im Test

Hang loose: Wäsche am Trocknen. Scrubba, hier mit gut sichtbarem Waschbrett-Einsatz nach aussen gehkehrt, ebenso. (Bild: Internaut)

Aber weiter im Text. Als Socken, T-Shirts, ein Paar Shorts und Unterhosen trocken waren, kam die Abrechnung: Ist Scrubba wirklich eine saubere Sache? Ich kann sagen: Ja. Gerade recht stark verschwitzte T-Shirts kamen frisch wieder aus dem Wäschesack heraus.

Eine Shorts, mit der ich mich in schwarzen Vulkansand gesetzt hatte und die ein deutliches Abzeichen davontrug, war nach der Scrubba-Behandlung zu 85 Prozent wieder sauber. Und damit eindeutig tragbar.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba: Die Stärken

 

Scrubba ist ein Reise-Gadget, wie es im Bilderbuch steht. Weil es in minimaler Grösse – das Teil wiegt nur gerade 145 Gramm – einen ziemlich ähnlichen Service erbringt, den wir uns zu Hause von einem grossen Gerät gewohnt sind.

 

 

Mobile Waschmaschine Scrubba: Die Schwächen

 

Wenn man Scrubba einmal aus der stylishen Kartonverpackung genommen hat, kann man es nicht mehr ähnlich hübsch einfügen. Eine leichte Hülle zu diesem Reise-Gadget gefiele mir deshalb gut.

Der Clou von Scrubba ist natürlich das Waschbrett. Leider sind diese Gumminoppen aber nur auf einer Seite des Waschsackes angebracht. Scrubba würde noch besser performen, wenn gleich zwei solcher Waschbrette integriert wären. Die zusätzlichen 50 Gramm würde ich dafür gerne in kauf nehmen.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba: Geeignet für

 

Leute, die unterwegs ein Mindestmass an sauberer Wäsche schaffen und sicher sein wollen, dass ein Reise-Gadget zuverlässig funktioniert.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba: Preis

 

Erstanden für 69.90 Franken beim Outdoor-Spezialisten Transa.ch. Scrubba ist übrigens eine australische Erfindung, die aber in China hergestellt wird.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba: Fazit

 

Ja, Scrubba ist tatsächlich eine sauber Sache. Und einfach zu bedienen obendrein. Der Polyamid-Waschsack arbeitet zwar nicht in der gleichen Qualität wie die heimische immobilie Waschmaschine – aber sie tut ihren Dienst unterwegs voll und ganz.

Das Teil ist nicht ganz billig, scheint aber seinen Preis wert zu sein. Ich formuliere das deshalb vorsichtig, weil ich Scrubba erst zweimal im Einsatz hatte. Eine Langzeitbenutzung wird zeigen, ob sich die portable Waschmaschine auch über Jahre bewährt. Der Internaut bleibt dran und wird zur gegebenen Zeit Rückschau halten auf all seine Waschgänge.

 

Mobile Waschmaschine Scrubba: Note

 

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt die mobile Waschmashine Scrubba bei mir mit einer 5.5 durch.

 

Übrigens

 

Wenn Du nun aber überhaupt nichts von diesem grünen Blasebalg wissen, aber trotzdem Wäsche waschen willst unterwegs: Da hat der Internaut etwas für Dich. Als er einst auf Trekking-Tour in Nepal war, da ging es ihm wäschetechnisch ziemlich dreckig.

Dank einiger Video-Tutorials kam er dann trotzdem auf recht saubere Resultate. Auf Trekking-Reise in Nepal stiess ich auf Varianten, mit denen ich auch ohne grünen Sack zum blauen Wunder kam. Beziehungsweise zu einer sauberen Sache.

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