Seit 15 Jahren hilft uns Google Maps, den richtigen Weg zu finden. Jetzt ist es Zeit, dass Dich der Internaut einen Schritt weiterbringt: Mit sieben Tipps und Tricks, die Du vielleicht noch gar nicht kennst. Hier kommt Deine Schatzkarte für Google Maps.

Wie navigierst Du über diesen Erdball? Also der Internaut macht es so: In Städten bin ich meist mit dem Smartphone-Kartendienst Citymapper unterwegs, für eine Abschätzung der ganz grossen Distanzen benutze ich Rome2Rio. Für alle anderen Landpartien aber benutze ich die App, die auch alle anderen nutzen.

Ganz genau, die Rede ist von Google Maps. Der Kartendienst des kalifornischen Datenriesen ist uns allen vertraut. Zwar gehen die Meinungen darüber, ob dieser Dienst der beste aller Karten-Apps sei, auseinander. Aber Fakt ist: Das Tool wird jeden Tag millionenfach genutzt. Gemäss Auskunft von Google selber wird Google Maps von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt. Schon ziemlich viel.

Google Maps Tipps und Tricks: Sieben Anwendungen, die Du kennen solltest
Wird wohl nichts mit PMI diesen Sommer. Aber dafür kannst Du mittels diesem Beitrag Deine Skills für Google Maps schärfen. (Bild: Internaut. Behände: Internautin)

Tatsächlich sind es schon 15 Jahre her, seit Google im Februar 2005 dieses Wunder-Werkzeug lancierte. Zuerst nur für Desktops, dann auch für Smartphones. Wenn sich etwas so lange im Markt halten kann, muss schon ziemlich viel dran sein.

Wer noch einmal kurz in die History dieses Mega-Sellers eintauchen will: Bitte sehr, eine schöne Zeitreise durch die ersten zehn Jahre von Google Maps hat der Datenriese gleich selber hier aufbereitet.

Google Maps Tipps und Tricks: Sieben Zauber-Zugriffe

Nun wollen wir hier aber nicht in der Vergangenheit schwelgen. Sondern, ganz in der schon über dreijährigen Tradition dieses Reiseblogs, Mehrwert fürs Hier und Heute schaffen. Dazu habe ich meinen Arbeitskollegen David Torcasso ans Gerät gebeten.

David ist ein Digital Native, der sich auskennt mit der Tech-Welt zwischen Bay Area und Bombay, ziemlich viel in der Welt rumkommt und in der Zeit, da Reisen nicht möglich war, ein Online-Corona-Tagebuch führte.

David Torcasso schreibt für Reiseblog Internaut über Google Maps Tipps und Tricks für Google Maps
Internaut-Gastautor David Torcasso, hier auf Streifzug in Luzern. (Bild: zvg)

Für den Internauten hat sich David Google Maps mal genauer angeschaut. Genauer heisst: Über das übliche Mass hinaus. Zur Anwendung kam dabei die mobile Version, wie sie wohl die meisten Traveler auf ihren Smartphones nutzen.

Und jetzt ist David dran. Er nimmt Dich mit auf den Weg, der aus Dir einen noch klugeren und smarteren Google-Maps-User machen soll. Oder natürlich auch eine Userin, ist ja klar.

Noch mehr Reise-Apps

Der Internaut testet regelmässig Reise-Apps. Kritisch, unabhängig, glaubwürdig. Hier findest Du alle Reise-Apps, die der Internaut bisher geprüft hat.

Erinnert ihr Euch noch an die Zeit, da ihr mitten in Paris gestanden seid und Euch mit dem Smartphone im Kreis gedreht habt? Zuerst nach links, aber dann doch nach rechts gegangen seid. Weil Ihr so hochkonzentriert den blauen Pfeil auf Google Maps verfolgt habt, um in die richtige Richtung zu gehen.

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Google Maps kann heute viel mehr als nur eine Route anzeigen. Das hat auch viel mit der Schweiz zu tun. Google übernahm 2006 die Luzerner Firma Endoxon und verschaffte sich so einen Vorsprung beim Thema digitale Karten. Inzwischen ist die Niederlassung von Google in Zürich die grösste in Europa.

Landkarte Schweiz mit Google-Pin: Durch die Übernahme der Luzerner Firma Endoxon wurde die Schweiz zu einem bedeutenden Entwicklungsort für Google Maps
In der Schweiz, man kann es nicht anders sagen, steckt richtig viel Google Maps drin. Oder umgekehrt. (Bild: Internaut. Pin: Privates Eigentum die Internautin)

Seither hat das Google-Team in Zürich zahlreiche Funktionen für Maps entwickelt. Sie sind aber nicht alle auf den ersten Blick erkennbar. Deshalb kommen hier meine besten Tipps und Tricks für Google Maps – und nein, das ist nicht, dass man Google Maps auch offline verwenden kann. Das weiss ja mittlerweile jeder.

Und noch etwas: Die Schweizer waren schon immer gut in Sachen Kartographie: Bereits 1832 entwickelte Henri Dufour die erste geometrische Schweizerkarte, die sogenannte Dufourkarte.

1. Trick für Google Maps: «Hey Alter, wo ist mein Auto?»

In einer unbekannten Stadt, aber selbst auch in einer vertrauten Umgebung passiert es, dass man vergisst, wo man sein Auto parkiert hat.

Was natürlich einen Platz hat auf der oberen Hälfte der Ärger-Skala.

Parkplatz markieren und dann wieder finden: Eine nützliche Anwendung von Google Maps.
Parkplatz speichern und so easy wieder finden. Das erspart Dir viel Ärger, Alter. (Bild: Screenshot)

Bei Google Maps kann man den Parkplatz speichern. Einfach auf den blauen Punkt tippen und dann die Option Parkplatz speichern wählen.

Was zwei Auswirkungen hat: Du findest Dein Auto leichter. Und kannst Dich also über andere Dinge ärgern.

2. Tipp für Google Maps: Wo war ich und wie können meine Freunde auch dorthin?

Klickt man oben links auf den Kreis beziehungsweise auf das Profilbild, erscheint eine Auswahl. Dort gibt es neben Offline-Maps auch den Punkt «Timeline».

In dieser Liste sind alle Restaurants, Hotels, Geschäfte, in denen Du beispielsweise während Deiner Ferien gewesen bist, verzeichnet.

Nützliche Anwendung für Google Maps: Per Timeline anderen Leuten von Deiner Reise erzählen. Tipps und Tricks für den Google-Kartendienst auf dem Reiseblog der Internaut.
Google Maps weiss, wo Du warst. Das nützt nicht nur Google selber, sondern auch Deinen Freunden. (Bild: Screenshot)

Du kannst die Liste auch exportieren und an Freunde schicken. Bekannte und Freunde fragen doch immer gerne nach den besten Tipps für eine Stadt.  

Und wer weiss: Vielleicht schicken sie Dir nach ihrem Trip ein neues Google-Maps-File mit all jenen Orten, die Du beim nächsten Mal auf keinen Fall verpassen solltest.

3. Trick für Google Maps: Durch den Flughafen navigieren

Google Maps bietet auch Navigationen innerhalb von Gebäuden an – so genannte Indoor Maps. Das ist mitunter ganz nütztlich.

Wenn Du an einem neuen Flughafen ankommst, kannst Du mit diesem Tools die Terminals oder Shops schneller finden.

Google Maps eignen sich auch für Indoor-Anwendungen, hier zum Beispiel in einem Flughafen
Erdgebundene Anwendung: Mit Google Maps im Flughafen drin navigieren. (Bild: Screenshot)

Wenn Du jetzt einwenden solltest, dass Fliegen im Frühling 2020 aufgrund der Corona-Krise keine weitverbreitete Art des Reisen ist, dann hast Du natürlich recht. Aber Airports sind nicht die einzigen Indoor-Anwendungsgebiete für Google Maps.

In einigen Städten gibt es diese Funktion auch für Konferenzhallen.

4. Tipp für Google Maps: Eine Reise gemeinsam planen

Wenn Du mit Freunden einen Ausflug planst, könnt Ihr die Route auf Google Maps gemeinsam festlegen und auch bearbeiten. So könnt Ihr auch Restaurants, Hotels oder Zwischenstopps gemeinsam festlegen.

Dazu musst Du den Ort zuerst speichern, dann daraus eine Gruppe erstellen und diese speichern. Diese lässt sich dann teilen.

Ausflug planen mit Freunden - das geht sehr praktisch mit dem Kartendienst von Google. Hier steht, wie das genau läuft
Ein Gruppen-Reisli zum See? I lake. Äh, I like. (Bild: Screenshot)

Diese Anwendung ist nur schon drum praktisch, weil sie eine Menge Zeit sparen kann bei der Planung eines Ausflugs. Und die Funktion zum Teilen ist natürlich ebenso hübsch wie gesellschaftlich im Trend.

Sharing ist ja bekanntlich Caring. Aber das hast Du natürlich längst schon gewusst. In diesem Fall auch ohne Googles Schwarmintelligenz.

5. Trick für Google Maps: Tripadvisor à la Google

Wenn ich mit Freunden in einer Stadt am Reisen war, schauten sie oft nach, welche Restaurants in der jeweiligen Umgebung die beste Bewertung mit den Sternen erhielt.

Dazu schauten sie sich Bilder an. Ich habe lange nie daran geglaubt, sondern habe in irgendwelchen Reiseblogs nach den besten Tipps gesucht. Nach und nach haben sie mich aber dann überzeugt: Die Restaurants auf Maps, die eine hohe Bewertung haben, sind oft auch gut.

Google Maps lässt sich auch ähnlich nutzen wie Tripadvisor. Hier schreibt der Reiseblog der Internaut, wie das genau geht.
Gedacht für Menschen, die Google zum Fressen gern haben. (Bild: Screenshot)

Bei Google Maps werden unten an der Karte Restaurants, Museen, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen in der Umgebung angezeigt.

Merke: Eine gute Adresse ist oft nur einen Fingertipp weit entfernt. Wie gut diese Adressen dann schlussendlich wirklich sind? Das musst Du schon selber rausfinden.

Newsletter abonnieren

Jede Woche die neuste Blog-Post des Internauten im Postfach. Du kannst den Newsletter hier abonnieren und jederzeit wieder abbestellen.

6. Tipp für Google Maps: Durch die Gassen gehen

Der blaue Punkt mit den Punktmarkierungen zum Ziel ist der Klassiker. Mittlerweile kann man bei Maps aber auch eine Live-Ansicht abrufen.

Mit Hilfe von Pfeilen und Wegbeschreibungen auf der Strasse oder an den Gebäuden, sieht man die Gebäude direkt vor sich und kann sich so noch besser orientieren.

Live Ansicht auf Google Maps. Einer der vielen Tipps und Tricks für Google Maps, die Du kennen solltest und kennen lernst auf dem Reiseblog der Internaut.
Live is live: Und plötzlich bist Du drin in der wirklichen Welt. (Bild: Screenshot)

Diese Andwendung hat den verblüffenden Effekt, dass sich die Welt, wie sie uns gefällt, plötzlich auch in ihrer natürlichen Form auf dem Smartphone zeigt. Sehr schön.

Aber Vorsicht: Mit dieser Funktion ist der Akku schneller leer als gedacht.

7. Trick für Google Maps: Den Standort mit anderen teilen

Wenn man mit Freunden einen Standort teilen möchte, dann greifen viele auf den Nachrichtendienst Whatsapp zu und teilen auf dieser App den Standort. Was natürlich ganz okay ist.

Was viele nicht wissen: Das geht auch bei Google Maps.

Standort teilen auf Google Maps, eine sehr nützliche Art, den Online-Kartendienst einzusetzen. Ratgeber Google Maps auf Reiseblog derinternaut.ch
Die anderen wissen lassen, wo man ist: Geht so mit Google Maps. (Bild: Screenshot)

Dazu einfach auf den blauen Punkt tippen und dann den Standort über verschiedene Kommunikationskanäle wie SMS oder eben auch Whatsapp teilen. Der Clou dabei ist, dass sich der Standort ständig aktualisiert.

Wer Mühe hat, den blauen Punkt zu treffen, kann einfach oben links den Kreis mit dem Profilbild anwählen und dann die Option «Standort teilen» wählen.

Google Maps Ratgeber: So machst Du mehr aus dem Smartphone-Kartendienst Google Maps
Und welches sind Deine sieben besten Tipps? Bitte unten in der Kommentarspalte eintippen. (Bild: Internaut)

Pin It on Pinterest