Faltflaschen sind praktisch, weil sie kaum Platz brauchen unterwegs. Die faltbare Trinkflasche Bübi ist besonders biegbar und behauptet, keine Angst vor Flammen zu haben. Was für dieses Reise-Gadget bedeutet: Ab in die Feuerprobe!

Es gibt Dinge, die tut man einfach nicht. Man hat das von den Eltern gelernt oder im späteren Leben schmerzhaft demonstriert bekommen. Dinge wie: Den Kopf zu weit durchs offene Zugfenster rausstrecken. Barfuss über Scherben gehen. Oder im Umgang mit Alligatoren zu wenig auf social distancing achten.

Ein weiteres Gebot lautet: Halte nichts in Flammen, das nicht feuerfest erscheint. Heute tut der Internaut genau dies trotzdem. Nein, nicht das mit dem Alligator*, sondern das mit dem Feuer.

Zusammengerollte faltbare Trinkflasche Bübi: der unabhängige Reiseblog der Internaut testet eine neuartige Faltflasche aus Silikonmaterial
Wartet im Ursprungszustand auf die Feuerprobe: Faltbare Trinkflasche Bübi. (Bild: Internaut)

Heute teste ich im Dienste der Community eine faltbare Trinkflasche aus Silikonmaterial. Ein weiches biegbares Ding namens Bübi, das 650 Milliliter Flüssigkeit fasst und durch seine transparente Farbgebung einen recht stylishen Eindruck macht.

Ausgestattet ist Bübi zudem mit einem Karabinerhaken. Warum das gut ist, werden wir bald sehen.

Bubi Trinkflasche im Test: Reiseblog Internaut testet ein Reise-Gadget für unterwegs für den Flüssigkeitshaushalt
Stylish im Sonnenuntergang: Bübi an den Gestaden des Zürichsees. (Bild: Internaut)

Faltflaschen haben gegenüber konventionellen mobilen Trinkgefässen den einen grossen Vorteil, dass sie sich hübsch klein machen lassen. Da ist unser Reise-Gadget voll dabei im Club; in zusammengerollten Zustand passt Bübi in eine Handfläche.

Dass man diese faltbare Trinkflasche auch ins Feuer schicken könnte, scheint zunächst abwegig. Aber in zahlreichen Video-Demonstrationen wird genau dies als Vorteil von Bübi genannt:

Hire and Fire: Warum die faltbare Trinkflasche Bübi ins Feuer muss

Die Faltflasche diene nicht nur als Trinkbehälter, heisst es, sondern man könne sie auch tiefkühlen oder über dem Feuer einsetzen. Etwa, um damit einen Tee zuzubereiten.

Ganz hartgesottene Traveller, heisst es, würden auch Eier einfüllen und damit dann ein Outdoor-Omelett zubereiten. Diese Welt, man muss es wieder einmal sagen, ist reich an Wundern aller Art. Aus Ländern mit anderer Kulturtechnik ist beispielsweise per Bewegtbild überliefert, dass Menschen ihre Bübi-Flasche im Mikrowellen-Herd einsetzen.

Faltflasche Bubi im Feuer. Trinkflasche für unterwegs, hitzebeständig.
Heisser Ritt: Trinkflasche Bübi bei der Feuertaufe. (Bild: Internaut)

Aber genug gequasselt jetzt. Ich habe also mein Bübi-Exemplar mit Tee befüllt und bin damit zur Feuerprobe geschritten. Am besten wäre es natürlich, wenn man das Teil am mitgelieferten Karabinerhaken so über die Flammen hängen würde, dass selbige nicht gleich ans Material rankommen.

Leider fehlte mir beim Test eine solche Aufhänge-Vorrichtung. Also legte ich die Flasche auf zwei Holzklötze über die Flammen. Doch diese züngelten einiges heftiger, als ich das erwartet hätte.

Mobile Trinkflasche Buebi nach dem Test im Feuer: Intakt überstanden, aber nicht ganz unversehrt.
Intakt aus dem Feuer gekommen. Aber nicht ganz unversehrt. (Bild: Internaut)

Das brachte zwei Resultate: Ja, der eingefüllte Tee kam rasch auf die gewünschte Temperatur. Aber das Silikonmaterial litt dabei etwas. Was sich durch dunkle Brandspuren deutlich zeigte.

Schaden aber hatte Bübi überhaupt nicht genommen, das Material blieb dicht und intakt. Der Hersteller sagt, dass die Bübi Bottle bis 500 Grad Farenheit sicher sei, was also 260 Grad Celsius entspricht. Im direkten Feuerkontakt wird es natürlich deutlich heisser. Obacht auch beim Karabinerhaken: Wenn dieser zu nah am Feuer ist, kann er ziemlich heiss werden.

Abschliessend kann ich zur Feuerprobe sagen: Wer die Bübi-Faltflasche per Karabinerhaken übers Feuer hängt, ist auf der sicheren Seite. Mein Test-Exemplar steckte ich gleich nach dem Flammen-Inferno in ein verschärftes Meister-Proper-Bad. Dort erholte sich Bübi einigermassen gut; einige charmante Outdoor-Spuren blieben allerdings haften.

Faltbare Trinkflasche Bübi: Die Stärken

Bei Trinkflaschen interessieren mich jeweils vier Dinge: Ist das Ding wirklich dicht? Bleibt der flüssige Inhalt über eine gute Zeit auf der ursprünglichen Temperatur? Riecht das Teil nach dem Waschen irgendwie unappetlich?

Und: Kann man es – das ist jetzt eher Faltflaschen-spezifisch – auch anständig aufstellen?

Bubi Bottle im Test. Wie standfest ist die faltbare Trinkflasche, Aufnahme am Zürichsee, Schweiz
Faltbare Trinkflasche der standhaften Sorte: Die Bübi-Bottle hat einen festen Stand. (Bild: Internaut)

Beginnen wir mit der Standhaftigkeit: Jawoll, die Bübi-Bottle steht gut. Vor allem wegen des festen Deckels, der sich leicht auf- und abschrauben lässt.

Dicht ist das Teil ebenfalls. Und trotz der Feuer-Versehrtheit und dem anschliessenden verschärften Meister-Proper-Einsatz blieb nach der Wäsche in der Spülmaschine kein Gschmäckle haften.

Bübi, die faltbare Trinkflasche aus Silikonmaterial in der Wäsche
Hier geht Bübi baden: Meister Proper soll die Grundfarbe zurückholen. (Bild: Internaut)

Bübi Bottle: Die Schwächen

Weniger gut sah es aus bei der Temperatur: Egal, ob ich kühlen Eistee oder heissen Fruchttee einfüllte: So nach einer Stunde war die Temperatur nicht mehr die gleiche wie beim Einfüllen. Das ist für mich der wunde Punkt dieser Wunderflasche.

Nun ist es vermutlich nicht fair, eine faltbare Trinkflasche mit einer konventionellen Thermosflasche zu vergleichen. Trotzdem muss ich sagen, dass mir in dieser Hinsicht eine Thermosflasche lieber ist – weil sie in der Regel die gewünschte Temperatur länger hält.

Faltflasche Bübi: Geeignet für

Dieses Reise-Gadget gibt viel her für Leute, die Wert legen auf eine platzsparende Trinkflasche und dabei doch einen gewissen Komfort schätzen.

Und natürlich auch sehr passend für Menschen, die kurzfristige Kühl- und Aufheiz-Effekte schätzen. Bübi wird übrigens von Outdoor-Menschen auch dazu eingesetzt, leichte Schürfungen oder Prellungen zu kühlen. Indem man die Flasche passend befüllt und dann auf die schmerzende Stelle, etwa Nacken oder Knie, legt.

Faltbare Trinkflasche Bübi: Preis

Ich habe dieses Teil im Flugzeug gekauft. Es wird im Katalog der Airline Swiss angeboten und kostet dort 25 Franken, also etwa 23 Euro.

Angesichts dessen, was Bübi alles draufhat, finde ich den Preis fair.

Noch mehr Reise-Gadgets

Der Internaut testet regelmässig Reise-Gadgets. Kritisch, unabhängig, glaubwürdig. Hier findest Du alle Travel-Gadgets die der Internaut bisher geprüft hat.

Faltflasche Bübi: Fazit

In dieser kleinen Rubrik geht es ja immer auch darum, erstaunliche Travel-Gadgets zu finden, zu testen und zu bewerten. Und da muss ich sagen: Mit seiner Feuer-Affinität und seinen vielen Einsatzmöglichkeiten hat mich Bübi schon verblüfft.

Ich kann mir vorstellen, ab und zu mit Bübi auf Reisen zu gehen. Auch wenn die Wunderflasche bezüglich Temperatur ihren wunden Punkt hat.

Bübi Trinkflasche: Note:

Im gutschweizerischen Notensystem, das von 6 (absolute Sonderleistung) bis 1 (kompletter Ausfall) reicht, kommt Bübi bei mir mit Note 4.5 durch. Einfach deshalb, weil für mich bei einer mobilen Trinkflasche der Temperatur-Effekt wichtig ist.

Ich kann mir aber vorstellen, dass Bübi bei eingefleischten Outdoor-Menschen mit einer besseren Note wegkommen würde.

Stäfa am Zürichsee: Faltflasche Bübi, an Karabinerhaken aufgehängt.
Hang loose: Faltbare Trinkflasche Bübi im korrekten Hänger-Modus. (Bild: Internaut)

Übrigens

Als ich eingangs auf das *Alligator-Thema zu sprechen kam, geschah dies nicht ganz zufällig. Zum einen natürlich, weil im Umgang mit diesen zahnreichen Gesellen wirklich allerhöchste Vorsicht angebracht ist.

Zum anderen aber auch, weil sich Alligator-Experten tatsächlich mit der Frage auseinandergesetzt haben, ob die Bübi-Faltflasche wohl den Zähnen eines solchen Tiers widerstehen kann. Wie das Reptil umgeht mit unserem Reise-Gadget, das in den USA auf den Namen «Bubi» hört: Du siehst es hier.

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