Wetter, Pistenstand, Ausrüstung: Mit vier Apps lässt sich das Draussen-Erlebnis planen. Und für Stubenhocker haben wir auch was. 

Mit Winter-Apps geht es mir ein bisschen so, wie es vor Jahren einmal ein Mineralwasser-Werbespot schön und mit Biss zeigte: Zwar wird ringsherum (vermeintlich) alles besser. Aber das Original war gut. Und bleibt es auch.

Die besten Apps für den Winter

Die kleine App-otheke für den Winter: Vier gewinnt. Und zwei dazu.

Übertragen vom Valser-Wasser auf die Welt der Taschenprogrämmli heisst das: Ja, neuartige Winter-Apps schiessen dauernd aus dem Schnee. Etwa solche, mit denen man seine Pisten-Leistungen und -Erlebnisse auf Social Media vergleichen und teilen kann. Oder jene, die einem die Schnee-Verhältnisse von über 3000 Skigebieten weltweit in die Tasche zaubern.  Die meisten Menschen im Alpenbogen aber, denke ich, wollen Bescheid über ihre Umgebung wissen: Wo hat es Schnee, wo sind die Lifte offen? Wie stehts in meinem Winter-Wunderland?

Apps für die Basics. Wenn es um solches Basis-Wissen geht, spielen für mich auch diesen Winter wieder vier Apps die Hauptrolle. Solche nämlich, die ich intuitiv bedienen kann. Weil ich sie aus der letzten Saison kenne und deshalb auf kalter Wildbahn per Smartphone-Handschuh nicht ewig lang herumfingern muss, sondern mich schnell zurechtfinde. Das ist mein Quartett fürs Winter-Basiswissen (jeweils kostenlose Apps für iPhone):

Swiss Snow: Wahrscheinlich das kompletteste Kostenlos-Paket, das es für die Winterschweiz gibt. Nicht nur für Skifahrer und Snowboarder, sondern auch mit Unter-Sektionen für Schlittler, Langläufer und Winterwanderer.

iSkiSwiss Weil ich dran bin, meine Social-Kompetenz auszubauen, ist Iski so etwas wie meine Zweitvariante im Winternet. Sehr geraffte Info zu den Skigebieten, dazu aber Gimmicks wie der Hangneigungsmesser (noch cooler tönt natürlich «Inclinometer»), direkte Instagram-Anbindung und Skitagebuch. Wenn Dienste wie Tracking gefragt sind, muss man etwas von seiner Pisten-Privacy aufgeben und seinen Standort melden.

Swiss Winter Hike: Wenn sich gewisse Apps mit Infos zu tausenden Skigebieten brüsten, scheint ein Progrämmli mit gerade mal 35 Winter-Wanderungen natürlich vergleichweise winzig. Aber jetzt mal ehrlich: Wer blickt bei hunderten oder tausenden Vorschlägen noch durch? Hier wurde eine Selektion vorgenommen. Gut so. Und alle 35 Wanderungen schaffe ich in einem Winter sowieso kaum.

Swissrent: Als eine Art Wintersport-Flexitarier – manchmal fahre ich Ski, aber längst nicht immer nur – ist es mir ganz recht, dass das Schneesport-Mietwesen mittlerweile sehr gut ausgebaut ist. Wie gut, wo und zu welchen Preisen – dafür ist die Swissrent-App meine Instanz.

Stubenhockers Delight. Während sich die ersten vier Apps an Leute richten, die höchstpersönlich und mit allen Risiken und Nebenwirkungen eintauchen wollen ins Winter-Wunderland, gibt es natürlich auch die Indoor-Fraktion. Als Wintersport-Flexitarier (siehe oben) gehöre ich manchmal gerne auch dazu.

Drinnenbleiben muss nicht in jedem Fall bedeuten, dass man sich dem Schneegestöber komplett entzieht. Man kann solches auch auf virtuelle Weise erleben. Das heisst: Als Stubenhocker Schussfahrten und Rutschpartien erleben. Auf dem Smartphone. Erstaunlich beispielsweise, wie viele Spiele es gibt, bei denen man mit Santa Claus und seinem Schlitten wildeste Fahrten absolviert und oft genug gegen in eine Tanne oder ein sonstiges Hindernis kracht. Zum Beispiel in «Santa’s Sleigh Racing». Grafisch nicht die ausgefeilteste Sache der Welt. Aber ein kleiner Spass ist es allemal. Ebenso wie der ziemlich rasante «Sledge Rider»..

Gleiten und Geniessen. Ist es ein vielleicht gar simpler Spass, auf seinem Smartphone einen Santa-Claus rumflitzen zu lassen? Ja. Aber auch draussen sind es doch die simplen Sachen, die begeistern: Die weiss eingepackte Landschaft. Die Stille. Die Weite. Das primär nicht ergebnisorientierte Gleiten auf zwei Latten oder einem Brett. Geniessen wir sie doch einfach, die einfachen Dinge. Das komplizierte Zeugs kommt von alleine wieder.

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